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Gesundheitskompetenz

Gesundheitskompetenz ist die Fähigkeit, Informationen in Bezug auf Krankenbehandlung, Prävention oder Gesundheitsförderung zu finden, zu verstehen, zu beurteilen und anzuwenden.
Dazu braucht es zum einen persönliche Kompetenzen und zum anderen förderliche Rahmenbedingungen wie etwa das Angebot von Informationen in verständlicher Sprache.


Analog zum Rahmen-Gesundheitsziel 3 (R-GZ 3) setzt die Sozialversicherung aktuell weitreichende Maßnahmen um die Gesundheitskompetenz auf individueller und systematischer Ebene zu stärken. 

Um die Gesundheitskompetenz in das österreichische Gesundheitssystem zu integrieren und geeignete Koordinationsstrukturen auf nationaler Ebene zu schaffen, wurde 2015 die Österreichische Plattform Gesundheitskompetenz (ÖPGK) ins Leben gerufen. Die Sozialversicherung ist Mitinitiator und Teil des Kern-Teams, welches für die Steuerung und Koordination der ÖPGK verantwortlich ist.



Gesundheitskompetenz - Die Fakten Die Publikation „Gesundheitskompetenz - Die Fakten“ bündelt das aktuelle Wissen zum Thema Gesundheitskompetenz. Unter dem Titel Solid facts ist der Bericht 2013 erstmal von der Weltgesundheitsorganisation in englischer Sprache erschienen.

Eine deutschsprachige Version fehlte bis dato. Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger hat zusammen mit dem Kompetenzzentrum Patientenbildung der Schweizer Careum Stiftung und dem Deutschen Bundesverband der AOK diese Lücke geschlossen. Mit der vorliegenden Publikation sind die Fakten nun auch in deutscher Sprache verfügbar. Überdies wurde der Bericht durch Erkenntnisse aus Deutschland, Schweiz und Österreich erweitert.

Weiterführende Informationen finden Sie unter: Blog careum.ch



Drei-Länder-Dialog: Gesundheitskompetenz  – Die Fakten

Mit dem Drei-Länder-Dialog am 13. April 2016 konnten wir die gemeinsame Arbeit zum Thema Gesundheitskompetenz von Schweiz, Deutschland und Österreich weiterführen.

Erste Impressionen zum Dialog und zudem die Präsentation von Prof. Jürgen M. Pelikan zu „Gesundheitskompetenz – Die Fakten" finden Sie hier:


linkzur Foto-Galerie

linkJürgen M. Pelikan_Gesundheitskompetenz – Die Fakten. (878.6 KB)



HLO Methodenbox Die gesundheitskompetente Sozialversicherung – Methodenbox

Die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung verstehen wir als das Produkt der persönlichen Fähigkeiten und der Anforderungen des Systems an dessen Nutzer. Die gesundheitskompetente Sozialversicherung strebt an, den Versicherten den Zugang zu, das Verständnis von sowie die Bewertung und die Anwendung von Gesundheitsinformationen zu erleichtern. Sie reduziert Barrieren, welche die Orientierung im Gesundheits- und Sozialversicherungssystem erschweren und macht eigene Produkte und Dienstleistungen einfacher verständlich und nutzbar.

Die Methodenbox wurde entwickelt, um die Sozialversicherung im Allgemeinen sowie ihre eigenen stationären und ambulanten Einrichtungen im Speziellen, auf dem Weg hin zu einer gesundheitskompetenten Organisation zu begleiten. Dabei handelt es sich um einen stetigen Entwicklungsprozess, den es in jeder einzelnen Einrichtung/Organisation professionell zu begleiten und zu gestaltet gilt.

 

Die Methodenbox liefert dabei Beispiele guter Praxis und Anregungen für Maßnahmen in folgenden Handlungsfeldern:

  • Verständliche und qualitätsvolle Informationsmaterialien
  • Effektive Kommunikation
  • Schulung der Mitarbeiter/innen
  • Einfacher Zugang & Orientierungshilfen
  • Einbeziehung der Zielgruppe



Gesundheitskompetenz von Menschen mit Migrationshintergrund aus der Türkei und Ex-Jugoslawien in Österreich – die wichtigsten Ergebnisse der Studie


Hintergrund

Gesundheitskompetenz ist ein wichtiger Einflussfaktor auf die Gesundheit von Menschen und hat nachgewiesene Auswirkungen auf den Erfolg der Krankenbehandlung. Migrationsstatus wird international als Risikofaktor für mangelnde Gesundheitskompetenz und dementsprechende negative Auswirkungen thematisiert. Bisher gab es international nur wenige und in Österreich keine Daten zur Gesundheitskompetenz von MigrantInnen. Um diese Wissenslücken zu schließen wurde vom Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger in Kooperation mit dem Fonds Gesundes Österreich und der Merck Sharp & Dohme GesmbH Österreich die Durchführung der vorliegenden Studie  beauftragt.


Zentrale Erkenntnisse der Studie sind:

  • Migrationsstatus bedeutet nicht, dass geringe Gesundheitskompetenz vorliegt:  Entgegen allen Erwartungen ist die Gesundheitskompetenz wichtiger MigrantInnengruppen nicht schlechter als jene österreichischer BürgerInnen. Sozio-ökonomisch besser gestellte und besser integrierte MigrantInnen haben eine im Vergleich zu entsprechenden österreichischen Gruppen sogar eine bessere Gesundheitskompetenz.

  • Gelungene Integration ist von zentraler Bedeutung: Eine wichtige Rolle in Hinblick auf die Gesundheitskompetenz spielen die Sprachkompetenz sowie die erlebte Integration. Personen mit guten Deutschkenntnissen und erworbener österreichischer Staatsbürgerschaft zeigten deutlich besser Ergebnisse in Hinblick auf die Gesundheitskompetenz.


  • Sozioökonomische Faktoren sind die entscheidenden Faktoren für die Gesundheitskompetenz – Maßnahmen zur Stärkung der Gesundheitskompetenz können nur politikfeldübergreifend wirksam werden: Die Studie zeigt nachdrücklich auf, dass eine Verbesserung  der Gesundheitskompetenz hauptsächlich vom allgemeinen sozioökonomischen Status abhängt und migrantInnenspezifische Determinanten eine geringere Rolle spielen.

    linkDownload Studie (2.9 MB)
    linkDownload Studie_Anhang (1.5 MB)








  • Kompetent als Patientin und Patient

    Die Broschüre begleitet Sie auf Ihrem Weg bei Gesundheit und Krankheit und soll informierte und selbstbestimmte Entscheidungen unterstützen. 

    Sie bietet Ihnen Informationen, wie die Bewertung von Gesundheitsinformationen über bessere Verständigung mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, bis hin zur Wahl des richtigen Anbieters und bessere Einschätzung der Qualität von Anbietern medizinischer Leistungen. 

    Die Broschüre hilft Ihnen, die richtigen Fragen zu stellen, damit Sie bewusst und informiert entscheiden können.