DRUCKEN

Editorial Dezember 2015


572502_MMDB132960_Donner3_Wilhelm_HVB_120px.jpg Der Autor:
Dr. Wilhelm Donner
 
ist Chefredakteur der Sozialen Sicherheit im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger.




EDITORIAL


Liebe Leserinnen und Leser!

 

Die Dezember-Ausgabe widmet sich eingangs dem aktuellen und herausfordernden Thema der transkulturellen Gesundheitsversorgung. Dazu veranstaltete das CCIV (Competence Center Integrierte Versorgung) in der WGKK ein Symposion, das sich dieser Herausforderung stellte. Festgestellt wurde u.a., dass es sich dabei um eine Querschnittsaufgabe handle, die nahezu sämtliche Ebenen – von den Mitarbeitern bis zum System der Versorgung – umfasst. Sprachprobleme, Hemmnisse bei der Inanspruchnahme von Leistungen, die Förderung der Gesundheitskompetenz etc. waren Fragen, die gestellt wurden und worauf man nach Antworten suchte.

Die Umsetzung einer beispielhaften Primärversorgung beschäftigt derzeit nicht nur die österreichische Sozialversicherung. Beim European Forum for Primary Care in Amsterdam wurde dies auch unter dem Titel „The Austrian Patient“ öffentlich und mit Verweis auf die hierzulande noch nicht sehr weit entwickelte Delegationsfähigkeit im ärztlichen Bereich diskutiert. Mitarbeiter des Hauptverbandes waren dabei und listen in ihrem Beitrag vorgeschlagene Lösungsansätze auf.

Über die europäische Zusammenarbeit in der EU im Rahmen des europäischen Netzwerkes „EUnetHTA“ und den daraus zu gewinnenden Nutzens berichten drei Mitarbeiter/-innen des Hauptverbandes – ebenfalls in einem kurzen Artikel – und errechnen dabei einen Netto-Benefit von fast 700.000 Euro.

Unter den Fachbeiträgen folgt diesmal der abschließende Teil eines zweiteiligen Berichtes, der die Prozessqualität bei der Behandlung von Diabetes mellitus Typ 2 in einem Panel von drei Jahren zum Inhalt hat. In diesem Zusammenhang wurde eine Reihe niedergelassener Allgemeinmediziner in ihrer Behandlungsqualität umfänglich evaluiert, wobei zwischen Ärzten, die ins Disease-Management-Programm (DMP) „eingeschrieben“ sind, und jenen, die es nicht sind, unterschieden wird. Zunehmend komplexer werdende Behandlungserfordernisse erfordern stets mehr hausärztliche Information und beide Ärztegruppen wurden darin sowie auch im Umgang mit ihren Patienten unter Zuhilfenahme des LEICON-Analysetool verglichen.

Die Redaktion der Zeitschrift „Soziale Sicherheit“ bietet Ihnen im Rahmen einer Weihnachtsaktion ein vergünstigtes Jahresabonnement (siehe Heftende) und wünscht allen Leserinnen und Lesern ein frohes und erholsames Weihnachtsfest sowie für das neue Jahr 2016 Gesundheit, viel Glück und Erfolg.


Dr. Wilhelm Donner