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Wartezeiten CT- und MRT-Untersuchungen

e-card - Röntgen

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Kernproblem

Die Sozialversicherung fordert wie jeder andere Einkäufer von Waren oder Dienstleistungen einen Mengenrabatt. Also je mehr an Leistung die Sozialversicherung für ihre Versicherten einkauft, desto günstiger muss dann die einzelne Leistung werden.

Für den Bereich der bildgebenden Untersuchung gilt: Wenn ein Gerät statt 1000 Mal nun 1500 Mal benützt wird, dann muss die einzelne Untersuchung billiger werden. Das ist kein unbilliges Verlangen, sondern wir sind im Interesse der Versicherten verpflichtet sorgfältig mit den Beitragsgeldern umzugehen.

Die Ausgaben für CT- und MRT-Untersuchungen können jährlich nur im Einklang mit den Einnahmen der Sozialversicherung wachsen. Denn im Interesse unserer Versicherten können wir nicht mehr ausgeben als wir einnehmen = einnahmenorientierte Ausgabenpolitik. Diesem Grundsatz haben auch die RadiologInnen im Gesamtvertrag zugestimmt.

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Keine Kontingentierung

Die Institute sind verpflichtet, ALLE medizinisch notwendigen Untersuchungen durchzuführen.
Das wird auch durch ein Rechtsgutachten des Hauptverbands bestätigt.
Der Vertrag wurde GEMEINSAM mit den bildgebenden Instituten vereinbart.

Angesichts der Situation in Österreich – es besteht die höchste Dichte an Geräten im bildgebenden Bereich in der OECD – sind wir entsetzt über zwei Fakten:

  • die sich häufenden Beschwerden über die Wartezeiten (insbesondere in den Bundesländern Wien, NÖ und Steiermark) und noch mehr darüber,
  • dass die PatientInnen vor die Wahl gestellt werden – ungeachtet ihrer Diagnosen – immer längere Wartezeiten in Kauf zu nehmen oder die Kosten für die Untersuchung selbst zu übernehmen.


Es müssen laut geltendem Vertrag alle Untersuchungen durchgeführt werden, damit das in der sozialen Krankenversicherung geltende Sachleistungsprinzip sichergestellt ist.

 

Um in Zukunft die Reihung nach medizinischer Dringlichkeit sicherzustellen, wird das elektronische Bewilligungs- und Antragsservice (eBS) um die Anzeige der Dringlichkeit zur Leistungserbringung erweitert. Institute und Krankenanstalten, die über das eBS-Service elektronische CT- oder MR-Zuweisungen abfragen, bekommen sofort die Dringlichkeitsstufe als Empfehlung angezeigt. Anhand dieser Information kann eine entsprechende Reihung durchgeführt werden.