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Vorsicht Wechselwirkung!

Die österreichische Sozialversicherung hat in Zusammenarbeit mit Fachgesellschaften Maßnahmen erarbeitet, die beitragen sollen, das Ausmaß der Polypharmazie in Österreich zu verringern und die medikamentöse Behandlungsqualität zu optimieren.

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  • Fakten

    Rund eine halbe Million Menschen in Österreich über 60 Jahre erhält mehr als fünf Medikamente. Bei Einnahme mehrerer Medikamente können sich Nebenwirkungen addieren, das Risiko von Wechselwirkungen steigt mit jedem zusätzlichen Medikament exponentiell an.

     Die österreichische Sozialversicherung will dazu beitragen, die Therapiequalität noch weiter zu verbessern und das Ausmaß der Übermedikation und ihrer negativen Folgen zu verringern. Unter dem Titel „Vorsicht Wechselwirkung!“ läuft österreichweit eine Informationskampagne. Diese Kampagne wurde gemeinsam mit Expertinnen und Experten der Österreichischen Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie (ÖGGG) und der Österreichischen Pharmakologischen Gesellschaft (APHAR) erstellt. Sie richtet sich sowohl an Ärztinnen und Ärzte wie auch an Versicherte.

  • Ziel

    Ziel der Initiative ist die Sensibilisierung bezüglich Polypharmazie. Die Kampagne rückt die Risiken der Polypharmazie ins Bewusstsein und bietet nützliche Informationen zum Medikamenteneinsatz für Ärztinnen und Ärzte sowie für Patientinnen und Patienten.

  • Unterlagen für Ärztinnen/Ärzte

    Für Ärztinnen und Ärzte wurde neben einem Informationsfolder ein Arbeitsbehelf erstellt.
    Dieser bietet einen kurzen und strukturierten Überblick über verschiedene fachliche Informationen, Anregungen und Hilfsmittel, mit deren Hilfe die Qualität der Medikation gesteigert und auch die Polypharmazie beim einzelnen Patienten reduziert werden kann.

  • Unterlagen für Patientinnen/Patienten

    Im Zentrum der Kampagne an die Patientinnen und Patienten stehen drei Fragen:

    • Wofür brauche ich das (neue) Medikament?
    • Gibt es außer Medikamenten andere Möglichkeiten, meine Krankheit zu behandeln?
    • "Verträgt" sich das Medikament mit den anderen Medikamenten, die ich einnehme? Und passt es auch zu den rezeptfreien oder pflanzlichen Mitteln aus der Apotheke, die ich einnehme?

    Patientinnen und Patienten werden aufgefordert, Fragen zu stellen und damit auch Mitverantwortung für die Behandlung zu übernehmen.
    Als Informationsgrundlage wurden Folder aufgelegt.