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Editorial November 2015


572502_MMDB132960_Donner3_Wilhelm_HVB_120px.jpg Der Autor:
Dr. Wilhelm Donner
 
ist Chefredakteur der Sozialen Sicherheit im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger.




EDITORIAL


Liebe Leserinnen und Leser!

 

Die November-Ausgabe berichtet im aktuellen Teil über das 18. European Health Forum Gastein sowie über das neue Jackpot-Bewegungsprogramm, das von der SVA der gewerblichen Wirtschaft ins Leben gerufen und womit in der Steiermark im Rahmen der Landesgesundheitsstrategie begonnen wurde. Es soll bis zum Jahr 2022 auf ganz Österreich ausgeweitet werden.

Unter den Fachbeiträgen eröffnet diesmal eine zweiteilige Berichtsfolge, welche die Prozessqualität bei der Behandlung von Diabetes mellitus Typ 2 in einem Panel von drei Jahren zum Inhalt hat. Dabei werden sog. niedergelassene Allgemeinmediziner in ganz Österreich in ihrer Behandlungsqualität umfänglich evaluiert, wobei zwischen den Ärzten, die ins Disease-Management-Programm (DMP) „eingeschrieben“ sind, und jenen, die es nicht sind, unterschieden wird. Denn die zunehmend komplexer werdenden Behandlungserfordernisse verlangen nach einem hausärztlichen Informationsmanagement und die beiden Gruppen von Ärzten werden mit dem LEICON-Analysetool darin sowie im Umgang mit ihren Patienten verglichen.

Die Allgemeinmedizinerin Dr. Susanne Rabady untersucht den Zusammenhang von Ausbildungsort und späterer Versorgungsqualität und sie zeigt, dass der Hausarzt auch auf Grund seiner Ausbildung für den Schutz des Patienten vor Überdiagnostik und –therapie speziell gerüstet ist und diese Kompetenz auch gut vermitteln kann.

In zwei weiteren Kurzbeiträgen werden zum einen die jüngste Entscheidung des OGH vom 30. Juni 2015 (siehe auch Soziale Sicherheit, Ausgabe 12/2014) zur Kostenerstattung für MRT-Untersuchungen mit Niederfeldgeräten kommentiert und zum anderen die Neugestaltung der Jugendlichenuntersuchung, bei der die Beraterrolle der Ärzte deutlich gestärkt wird, dargelegt.

Informationen zur Stärkung der individuellen Gesundheitskompetenz, zur Prävention vor Alkoholsucht bei Jugendlichen, zu spezifischen Suchtproblemen durch Migration sowie zur Beschäftigung von „Altersrentnern“ in Deutschland vervollständigen diese Ausgabe.

 


Dr. Wilhelm Donner