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Editorial April 2015


572502_MMDB132960_Donner3_Wilhelm_HVB_120px.jpg Der Autor:
Dr. Wilhelm Donner
 
ist Chefredakteur der Sozialen Sicherheit im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger.




EDITORIAL


Liebe Leserinnen und Leser!

 

Diese Ausgabe der Sozialen Sicherheit informiert Sie über neue Serviceleistungen auf den Websites der Sozialversicherungsträger sowie die Versendung der neuen Europäischen Krankenversicherungskarte, da in vielen Fällen deren Gültigkeit auf der Rückseite der e-card im Jahr 2015 abläuft. Ebenso wird über die Evaluierung des DMP-Programmes „Therapie Aktiv“ aktuell berichtet, das den ca. 600.000 an Typ-2-Diabetes Erkrankten, aber auch den Ärzten nicht nur hilfreich Unterstützung leistet, sondern auch Spitalsaufenthalte reduziert.

Dr. Gottfried Endel (Hauptverband) startet in dieser Ausgabe eine mehrteilige Serie von Artikeln zur Gesundheitsreform, die als begleitend-erläuternder Kommentar zu deren Eckpunkten zu verstehen ist. Ausgehend von der Bund-Länder-Vereinbarung zur Zielsteuerung Gesundheit und dem entsprechenden Gesetzesbeschluss umreißt er die komplexe Aufgabenstellung einer solchen Systemreform sowie die Strukturen der Leistungserbringung und wird sich in der Folge mit Primärversorgung, „Best Point of Service“, etc. befassen.

Zwei wesentliche Beiträge der 8. Sozialstaatsenquete zum Thema „Soziale Mobilität und Einkommensungleichheiten“, die im vergangenen Herbst stattgefunden hat, werden in diesem Heft in überarbeiteter Fassung publiziert. Dr. Dorothee Spannagel (Hanns-Böckler-Stiftung) stellt Relationen zwischen materiellem Reichtum und Einkommensmobilität in Deutschland dar und Prof. Dr. Wilfried Altzinger (Inst. für Makroökonomie, WU) geht dem Zusammenhang von Bildungsmobilität, familiärer Herkunft und gesellschaftlichem Status nach.

Dr. Johannes Derntl (NÖGKK) nimmt zur Frage der Rückstandsausweise Stellung, die als Exekutionstitel die Grundlage für die Einleitung von jährlich über 100.000 Verfahren darstellen. Er bezieht sich auf eine Ansicht des VwGH, wonach von einer jahrzehntelang geübten Praxis der Sozialversicherung abgegangen werden müsste und die neben steigenden Kosten einen Verwaltungsmehraufwand mit sich brächte.

Sozialminister Anton Proksch, der von 1956 bis 1966 das Amt ausübte, verstarb am 29. April 1975, also vor 40 Jahren. Der Hauptverband würdigt das Leben und Wirken dieses Politikers und Gewerkschafters mit der Herausgabe eines Bandes im Rahmen seiner Schriftenreihe. Autor Dr. Guenther Steiner fasst abschließend seine Studie als Historiker schwerpunktsetzend und überblicksartig zusammen.

 

Dr. Wilhelm Donner