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e-card: neuer Partner – neues Design



25. September 2014


Hauptverband: Neue Generation der e-card kommt im Oktober

Austria Card produziert e-card für die nächsten fünf Jahre 


Beginnend mit 13. Oktober 2014 wird eine neue Generation der e-card produziert und ausgeliefert. Der Produktionsauftrag für die e-card wird vom Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger im 5‑Jahreszyklus neu ausgeschrieben. 


Neuer Kartenproduzent: Austria Card


Austria Card, einer der wenigen Weltmarktführer in der Entwicklung von hochspezialisierter Chipkarten-technologie mit Firmensitz in Wien, hat in einem europaweiten Vergabeverfahren den Zuschlag für die e-card-Produktion erhalten. Damit wird Austria Card insgesamt rund 9,3 Millionen personalisierte e‑cards mit Bürger-kartenfunktion an die österreichischen Versicherten liefern. Die jährliche Nachversorgung mit e-cards aufgrund von Erst- und Ersatzausstellungen beläuft sich auf rund 1,3 Millionen Karten. Im Jahr 2015 werden zusätzlich rund vier Millionen e-cards getauscht, weil bei diesen Karten die Gültigkeit der Europäischen Kranken-versicherungskarte (EKVK) abläuft. 

Wesentlich für die Versicherten ist, dass ihre derzeitigen e-cards weiterhin gültig sind. Lediglich bei Neuausstellungen, etwa aufgrund von Verlust, Diebstahl, Defekt oder Erstausstellungen werden e-cards der neuen Generation ausgestellt. 

Auch die Admin-Karten (früher Ordinationskarten) – das sind jene Karten, mit denen sich Leistungserbringer im Gesundheitssystem am e-card System anmelden – werden von Austria Card produziert. Der Name dieser Karte wurde deshalb auf Admin-Karte geändert, da in den nächsten Jahren sukzessive weitere Gesundheitsdienste-anbieter (wie z.B. Apotheken, Pflegeheime) an das e-card System angeschlossen werden, um für ELGA gerüstet zu sein.  Dr. Josef Probst, Generaldirektor im Hauptverband, zeigt sich zufrieden: „Mit Austria Card haben wir einmal mehr einen äußerst kompetenten Partner für die Produktion der neuen e-card Generation an Bord geholt. Das Unternehmen genießt einen exzellenten Ruf in der Sicherheitsindustrie, und wir gehen davon aus, dass sich die Zusammenarbeit professionell und effizient gestalten wird. Was sich auch mit der neuen Generation der e-card nicht ändert, ist die Tatsache, dass weiterhin auf der Karte keine medizinischen Daten gespeichert sind. Die e‑card ist eine Schlüsselkarte, sie eröffnet den Zugang zum e-card-System und in Zukunft auch zur Elektronischen Gesundheitsakte ELGA.“Jochen Hense, Geschäftsführer von Austria Card, betont die Bedeutung des Auftrags für das Unternehmen „Wir sind sehr stolz, den Auftrag für die Produktion der e-card erhalten zu haben. Dieser Auftrag ist ein bemerkens-werter Meilenstein nicht nur hinsichtlich des Umsatzvolumens, sondern auch und ganz besonders im Hinblick darauf, dass österreichische Technologie aus dem Hause Austria Card in diesem bedeutenden Projekt eingesetzt wird.“  


Was ist neu an der e-card?


„Um einwandfreie Funktionalität und Sicherheit gewährleisten zu können, haben wir hohe Qualitäts-anforderungen definiert“, erklärt DI Volker Schörghofer, Generaldirektor Stellvertreter im Hauptverband. „Basierend auf neuen ISO-Standards haben wir dabei das Hauptaugenmerk auf die Qualität und Robustheit des Kartenkörpers gelegt. Der neue e-card Kartenkörper setzt sich aus einer Sandwichkonstruktion aus hochwertigen elastischen, robusten und umweltfreundlichen Kunststofffolien aus Polyestern und Polyolefinen zusammen. Dieser innovative Kartenaufbau sorgt für eine elastischere Haptik und zeichnet sich besonders durch eine erhöhte Lebensdauer aus.“ Optisch sticht sofort das neue Logo der Sozialversicherung ins Auge. Die Farben der Karte wurden an das neue Corporate Design des Hauptverbandes angepasst. Durch Einsatz des neuen Kartenkörpers konnte die Prägehöhe der Brailleschrift von 0,25 mm auf 0,35 mm erhöht werden, um die Buchstaben „SV“ für blinde und sehbehinderte Menschen noch leichter tastbar zu machen. 


Höchste Sicherheit bei Kartenproduktion


„Unser Wiener Standort für die Kartenpersonalisierung wurde durch MasterCard und Visa zertifiziert“, führt Jochen Hense weiter aus, „das gilt als Nachweis für die Einhaltung höchster Qualitäts- und Sicherheits-anforderungen in der Produktion. Der eingesetzte Chip gehört zur neuesten Chipgeneration eines führenden Herstellers und wurde durch das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) zertifiziert.“ Auch das für die neue e-card ausgewählte Chipkartenbetriebssystem wurde durch das BSI sicherheitszertifiziert. Zusätzlich erfüllt es alle entsprechenden Vorgaben der ISO-Norm 7816. Der Einsatz der e-card als Bürgerkarte wurde im Rahmen der erfolgreichen Zertifizierung durch das BSI als Sichere Signaturerstellungseinheit geprüft und vom A-SIT (Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria) bestätigt. Es ist daher weiterhin möglich, die Bürgerkartenfunktion auf der e-card zu aktivieren und damit Amtswege per Mausklick von zu Hause zu erledigen. Die eingesetzten Materialien sind umweltfreundlich, sodass alte Karten weiterhin über den Hausmüll entsorgt werden können.  


10 Jahre e-card: System im Gesundheitswesen etabliert und bei Patienten beliebt


Mittlerweile ist die e-card aus dem modernen Gesundheitswesen nicht mehr wegzudenken. Sie hat sich seit ihrer Einführung zu einem wesentlichen Elementsowohl im medizinischen Bereich als auch – durch die Bürgerkartenfunktion – im E-Government Bereich entwickelt. „Im Dezember 2004 fand in unserer Musterpraxis im Burgenland die erste Online-Abfrage im e-card System statt. Heuer im April haben wir den 1 Milliardsten Patientenkontakt im e-card System abgewickelt“, ist Probst sichtlich stolz. „Seither steht das e-card System als hochsicheres Datennetzwerk in einem 7 x 24 Stunden Betrieb verlässlich für Ärzte, Krankenanstalten, Apotheken, Pflegeheime, Bandagisten, Krankentransport-unternehmen und rund 9 Millionen Versicherte zur Verfügung“. Im e-card System gilt das Zwei-Schlüssel Prinzip – das heißt, nur gemeinsam mit der e-card des Patienten und der Admin-Karte des Gesundheitsdiensteanbieters kann auf die Daten zugegriffen werden. Die Datenübertragung im e-card System erfolgt über das Gesundheits-Informationsnetz (GIN) für Ärzte und Apotheken sowie über das eHI-Net für Krankenanstalten. Nur berechtigte Anwender im Gesundheitsbereich wie z.B. Ärzte, Krankenhäuser oder Apotheken haben darauf Zugriff. Diese Netze zeichnen sich durch ihre hohen Anforderungen an Sicherheit, Verfügbarkeit und Qualität aus.  Ursprünglich als Ersatz für den Krankenschein eingeführt, leistet das e-card System heute deutlich mehr. Schritt für Schritt wurden Papierprozesse durch elektronische Lösungen ersetzt, die Patientinnen und Patienten unnötige Wege ersparen und den Gesundheitsdienstleistern administrative Erleichterungen bringen: ·Nach dem Motto „Das Rezept läuft, nicht der Patient“ werden mit dem Arzneimittel-Bewilligungs-Service (ABS) Anträge für bewilligungspflichtige Medikamente rasch und sicher elektronisch erledigt. Von 2008 bis heute wurden mehr als 11 Millionen ABS-Anträge über das e-card System abgewickelt, die durchschnittliche Antwortzeit des Chef-ärztlichen Dienstes lag bei unter 6 Minuten.·Krankenstands- und Gesundmeldungen werden anstatt auf Papier zwischen Ärzten und Krankenkassen über das e-card System mit der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsmeldung (eAUM) ausgetauscht. Im August 2014 wurden bereits mehr als 90% aller Krank- bzw. Gesundmeldungen elektronisch über das e-card Service eAUM abgewickelt.·Dokumentationsblätter für die Vorsorgeuntersuchung werden von Vertragspartnern der Sozialversicherung über das e-card Service DBAS elektronisch erfasst, verschlüsselt und an die Sozialversicherung übermittelt. Rund 4,7 Millionen Befundblätter wurden seit Jänner 2009 über das e‑card Service DBAS versendet.·Das e-card Service PROP (Präoperative Befundung)unterstützt Ärzte bei der Ermittlung der notwendigen Untersuchungen vor geplanten Operationen. Damit können überflüssige Untersuchungen vermieden werden. Derzeit nutzen pro Monat rund 2000 Ärzte und Krankenanstalten dieses Service.·Auch auf der neuen Generation der e-card kann die Bürgerkartenfunktion kostenlos aktiviert werden. Die e-card wird damit zum virtuellen Ausweis, mit dem man Dokumente oder Rechnungen digital unterschreiben und zahlreiche Amtswege per Mausklick erledigen kann.·Mit der zur Bürgerkarte aktivierten e-card können die zahlreichen Online-Services der österreichischen Sozialversicherung genutzt werden, wie z.B. der eigene Versicherungsdatenauszug, Live-Online (Leistungsinformation für Versicherte), Auskunft e-card Daten, das Rezeptgebührenkonto oder das persönliche Pensionskonto. 


e-card System gerüstet für die Zukunft


Mit der aktivierten Bürgerkartenfunktion ist die e-card auch Schlüssel zum ELGA-Bürgerportal, das seit Jänner 2014 in Betrieb ist. Das ELGA-Portal wird vom Hauptverband und seiner Tochtergesellschaft SVC in enger Zusammenarbeit mit der ELGA-GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit umgesetzt. Seit Jänner 2014 ist das ELGA-Portal in Betrieb und online über www.gesundheit.gv.at erreichbar. Beim diesjährigen 13. e-Government Wettbewerb in Berlin wurde das ELGA-Portal sogar als „Bestes e-health Projekt“ unter insgesamt 70 Einreichungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.Mit Bürgerkarte oder Handy-Signatur können sich Bürgerinnen und Bürger einfach und sicher in das ELGA-Portal einloggen und ihre Teilnehmerrechte wahrnehmen, d.h. von ELGA abmelden und wieder anmelden. Mit der nächsten Ausbaustufe des ELGA-Portals wird es für Bürgerinnen und Bürger auch möglich sein, ihre Gesundheitsdaten (wie Entlassungsbriefe, Labor- und Radiologiebefunde, Medikationsdaten) selbst zu verwalten. 


e-card und das ELGA-Kontaktbestätigungsservice (Security Token Service)


Die e-card ist auch der Schlüssel zur Elektronischen Gesundheitsakte ELGA. Daher wird das e-card System derzeit technisch darauf vorbereitet.Das e-card Security Token Service bestätigt den Kontakt zwischen einem Gesundheitsdiensteanbieter (GDA) und einem Patienten und ist fälschungssicher. Nur GDA‘s, bei denen ein Patient auch in Behandlung ist, dürfen auf die Elektronische Gesundheitsakte zugreifen. Der Bürger kann über das ELGA-Bürgerportal (Zugriff mit Bürgerkarte oder Handysignatur) jederzeit kontrollieren, welcher GDA auf seine ELGA-Daten zugreifen darf und wer bereits zugegriffen hat. 


Audiostatements von dem Pressegespräch stehen demnächst auf www.o-ton.at zur Verfügung. 



Die Sozialversicherung garantiert unabhängig von Alter, Einkommen, sozialer Herkunft und Bildung hochwertige Gesundheitsversorgung und eine sichere Pensionsvorsorge. Aktuell sind rund 8,4 Millionen Menschen anspruchsberechtigt (Versicherte und mitversicherte Angehörige). Der Behandlungsanspruch aus der Krankenversicherung wird beim Mediziner durch das e-card-System angezeigt: Die e-card als Schlüsselkarte enthält keine medizinischen Daten, ermöglicht dem/der Arzt/ Ärztin aber die Überprüfung des Versicherungsstatus eines Patienten und die Nutzung weiterer Services. Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger ist das organisatorische Dach über der solidarischen Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung Österreichs.  


Rückfrage: 

Hauptverband der österreichischen SozialversicherungsträgerPressestelle

T: +43 (1) 71132 – 1120

F: +43 (1) 71132 – 3785

dieter.holzweber@hvb.sozvers.at

www.sozialversicherung.at, www.hauptverband.at  


Austria Card -

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M: +43 664 800 665 – 102

F: +43 (1) 61065 – 97102

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www.austriacard.at, www.lykos.gr