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Wenn Depression die Hauptrolle spielt


Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger klärt über die Volkskrankheit Nummer Eins auf – und wie man sie behandeln kann

8. Oktober 2013

In etwa jeder fünfte bis siebente Österreicher ist von der Gefahr betroffen, in seinem Leben an einer ernstzunehmenden Depression zu erkranken. Entsprechend hoch ist die Anzahl der Menschen, die in ihrer Familie oder ihrem Bekanntenkreis mit dem Thema Depression konfrontiert werden. Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger hat es sich anlässlich des internationalen Tages der Seelischen Gesundheit am 10. Oktober zur Aufgabe gemacht, über die Krankheit, ihren Verlauf, und über Heilungsmöglichkeiten aufzuklären. „Depression ist heilbar!
Alle Menschen müssen das wissen.“ meint dazu Univ. Doz. Dr. Karl Dantendorfer, Facharzt für Psychiatrie. „Der Hauptverband und die Politik haben dies erkannt und tun etwas.“

Depression – eine Krankheit mit vielen Gesichtern

Keine Krankheit wird so oft verkannt wie die Depression. Die Anzeichen können zwischen den Betroffenen teils sehr stark variieren. Von Aggression, Ruhelosigkeit, bis hin zu Schlafstörungen, dem Rückzug aus dem sozialen Umfeld und Lethargie kann die Krankheit in sehr vielen unterschiedlichen Ausprägungen auftreten. „Depression ist eine weit verbreitete und ernstzunehmende Krankheit, die viele Erscheinungsformen zeigt. Der Sozialversicherung ist es ein besonderes Anliegen, über Depressionen aufzuklären sowie gefährdete Personen, Betroffene und deren Angehörige über rechtzeitiges Erkennen und die richtige Behandlung ausführlich zu informieren.“, so Dr. Hans Jörg Schelling, Vorsitzender des Verbandsvorstandes im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger.

Neuer Ratgeber für Betroffene und deren Angehörige

Um das Thema für Betroffene und ihre Angehörigen greifbar zu machen und ihnen Wege aufzuzeigen, wie sie mit der Erkrankung umgehen können, hat der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger den vierten Band der Buchreihe „Gesund werden. Gesund bleiben.“ dem Thema Depression gewidmet. Univ. Prof. Dr. Johannes Wancata, Autor des Buches: „Der neue Ratgeber „Von der Depression zur Lebensfreude“ soll helfen, die Erkrankung und deren Symptome sowie die daraus resultierenden Probleme im Alltag besser zu verstehen und zu bewältigen.“

Presseveranstaltung mit Buchpräsentation und exklusiver Theater-Performance

Der neue Ratgeber wurde im Rahmen eines Presse-Events erstmals einem fachkundigen Publikum vorgestellt. Zusätzlich diskutierten am Podium Univ.-Doz. Dr. Karl Dantendorfer, Frau Univ.-Prof. Dr. Claudia Klier, Mitautorin und Kinder- und Jugendpsychiaterin, Dr. Hans Jörg Schelling und Univ.-Prof. Dr. Johannes Wancata mit Moderator Werner Brix, selbst ehemals von einer Depression Betroffener, über das Thema und über geeignete Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen.

Um die Krankheit auch für nicht persönlich Betroffene nachvollziehbar zu machen und den massiven Leidensdruck depressiver Menschen eindrücklich zu vermitteln, wurde von den Schauspielern Hagnot Ellischka und Eva Lindner ein psychiatrisches Erstgespräch simuliert. Die beiden Schauspieler sind „simulierte Patienten“, die an der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Allgemeinen Krankenhaus (AKH) unterschiedliche Krankheitsbilder wie Schizophrenie, Depression oder Alkoholismus für Studentinnen und Studenten nachspielen.

Dieser Ratgeber ist der 4. Band aus der erfolgreichen Serie „Gesund werden. Gesund bleiben“ und wird vom Hauptverband der Österreichischen Sozialversicherungsträger herausgegeben.
Erhältlich im Buchhandel.
MedMedia Verlag, 24,90 €.
Bestellungen werden auch unter n.kaessmayer@medmedia.at entgegen genommen.

Die Sozialversicherung garantiert unabhängig von Alter, Einkommen, sozialer Herkunft und Bildung hochwertige Gesundheitsversorgung und eine sichere Pensionsvorsorge. Aktuell sind rund 8,4 Millionen Menschen anspruchsberechtigt (Versicherte und mitversicherte Angehörige). Der Behandlungsanspruch aus der Krankenversicherung wird beim Mediziner durch das e-card-System angezeigt: Die e-card als Schlüsselkarte enthält keine medizinischen Daten, ermöglicht dem/der Arzt/ Ärztin aber die Überprüfung des Versicherungsstatus eines Patienten und die Nutzung weiterer Services. Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger ist das organisatorische Dach über der solidarischen Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung Österreichs.