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Editorial März 2013


Dr. Wilhelm Donner Der Autor:
Dr. Wilhelm Donner

ist Chefredakteur der Sozialen Sicherheit im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger.

Editorial
Liebe Leserinnen und Leser!

Am 26. Februar d. J. wurde im Verbandsvorstand das neue Verbandsmanagement mit Dr. Josef Probst als neuem Generaldirektor des Hauptverbandes und neben DI Volker Schörghofer mit zwei neuen GD-Stellvertretern, Mag. Bernhard Wurzer und Mag. Alexander Hagenauer, für weitere vier Jahre bis 2017 bestellt. Die Redaktion der Sozialen Sicherheit gratuliert sehr herzlich.

Die Fachbeiträge dieser Ausgabe befassen sich mit Rehabilitation vor der Pension, zwei Auszeit-Projekten der OÖGKK, den Schwächen der gerichtlichen Exekution bei Beitragsrückständen der Sozialversicherung sowie dem Disease Management in Österreich.

Der Grundsatz „Rehabilitation vor Pension“ wurde bereits 1996 gesetzlich verankert und als zwingend notwendige Maßnahme für einen betroffenen Antragsteller auf eine Pension wegen geminderter Arbeitsfähigkeit festgelegt. Das Autorenteam aus der SVA der gewerblichen Wirtschaft stellt rechtliche Mängel zur Mitwirkungspflicht der Versicherten fest und fordert klare gesetzliche Rahmenbedingungen, auch in Hinblick auf den Datenaustausch zwischen den Kranken- und Pensionsversicherungsträgern.

Die mehrfach prämierten Projekte ANNA und EMMA der OÖ Gebietskrankenkasse bringen enorme Erleichterungen für Angehörige. Sie beziehen sich Eltern, die sich für ihre Kinder eine Auszeit nehmen, aber auch für Angehörige, die sich der Pflege in der Familie widmen. Allein in Oberösterreich beziehen 36.000 Personen Pflegegeld und bereits im Jahr 2005 fühlten sich 70 % der pflegenden Angehörigen überlastet. Bereits über 1.000 Personen haben diese Unterstützungsmöglichkeit in Anspruch genommen, die auch fester Bestandteil des OÖGKK-Leistungskataloges ist.

Ein Autor, der als Abteilungsleiter-Stellvertreter der Abteilung „Beitragseinhebung“ der Wiener Gebietskrankenkasse neu tätig ist, kommt zu dem Ergebnis, dass die Exekutionsführung bei Beitragsrückständen zwar erfolgreicher ist als bisher vermutet wurde, aber das gesamte System des gerichtlichen Exekutionswesens in Österreich zu überdenken sei und man sich an Modellen anderer EU-Staaten orientieren solle.

Schließlich wird in einem Beitrag aus der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse über die Entstehung des Disease-Management-Programmes (DMP), dessen Stand in der Umsetzung und aktuelle Neuerungen berichtet.

Dr. Wilhelm Donner