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Editorial Juni 2011


Dr. Wilhelm Donner Der Autor:
Dr. Wilhelm Donner

ist Chefredakteur der Sozialen Sicherheit im
Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger.

Editorial
Liebe Leserinnen und Leser!

Die letzte Ausgabe der Sozialen Sicherheit vor dem Sommer schließt die Reihe „Internationale Berührungen“ vorerst mit zwei Fachbeiträgen ab und bringt eine Analyse des deutschen Arzneimittelmarktes sowie einen zusammenfassenden Überblick zum Tätigkeitsfeld der Abteilung für internationale Angelegenheiten und zwischenstaatliche Sozialversicherung (ZSI) im Hauptverband.

Der Leiter des Forschungsbereichs „Arzneimittelinformationssysteme“ am wissenschaftlichen Institut der AOK Berlin beschreibt den durch die neue gesetzliche Lage herbeigeführten Systemwechsel in Deutschland, der überlange Zeitfenster im Verfahren schneller schließt und so eine frühere Nutzenbewertung neuer Arzneimittel ermöglicht. In Deutschland haben sich die Arzneimittelausgaben zwischen 1995 und 2009 verdoppelt und liegen derzeit etwa bei 33 Milliarden Euro jährlich.

Die im Jahr 2008 gegründete europäische Piperska-Forschungsgruppe spielte nicht nur in diesem Gesetzwerdungsprozess eine Schrittmacherdienste leistende und unterstützende Rolle, deren Ziel es ist, den rationalen Umgang mit Arzneimitteln zu fördern.

Bilaterale Abkommen im Bereich der sozialen Sicherheit und ihre Durchführungs- bzw. Umsetzungsvereinbarungen spielen nicht nur für die Stabilität der europäischen und weltweiten Sozialsysteme eine bedeutende Rolle, sie sind ebenso wichtig für die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Österreichs und bewirken einen positiven Einfluss auf die Beschäftigungsentwicklung. So fanden jüngst Expertengespräche auch dazu statt, der Abteilungsleiter im Hauptverband berichtet darüber.

Die Gebarungsergebnisse aller Zweige der Sozialversicherung werden im darauf folgenden Artikel aufbereitet, der die Rechnungsabschlüsse der SV-Träger für das Jahr 2010 zur Grundlage hat. Die Anpassung der Pensionen und Unfallrenten sind darin ebenso enthalten wie statistische Tabellen über Versicherte und ihre Beiträge, Leistungen und ihre Bezieher.

Abschließend berichtet der Chefarzt der Pensionsversicherungsanstalt über ein Projekt zu einem der noch stillen, aber gewichtigen Gegenwartsprobleme, der sog. Fettleibigkeit, und wie man ihr in einer der eigenen Einrichtungen, im Rehab-Zentrum Alland, „zu Leibe rückt.“ Die Redaktion der Sozialen Sicherheit wünscht allen ihren Leserinnen und Lesern einen schönen und erholsamen Sommerurlaub!

Dr. Wilhelm Donner