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Editorial Mai 2011


Dr. Wilhelm Donner Der Autor:
Dr. Wilhelm Donner

ist Chefredakteur der Sozialen Sicherheit im
Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger.

Editorial
Liebe Leserinnen und Leser!

Diese Ausgabe der Sozialen Sicherheit wird mit einem Interview eröffnet, in dem Hildegunde Piza, die Doyenne für Plastische Chirurgie in Österreich, ihre Sicht über die Selbstverantwortung von Patienten, Lifestyle-Medizin und Präventionspolitik in der Sozialmedizin darlegt.

Ein weiterer Beitrag bilanziert fünf Jahre nach Einführung der e-card die Entwicklung in diesem Bereich und analysiert das „User-Verhalten“ der Ärzte, Versicherten und Patienten. Dabei zeigt sich eine hohe Akzeptanz und Zufriedenheit bei allen Gruppen und auch die anfangs oft geäußerte Vermutung, durch die e-card würden die Kosten für Ärzte enorm ansteigen, wird im Rückblick auf die Ärztekostenstatistik insoweit relativiert, dass der Anstieg niedriger als das BIP-Wachstum im gleichen Zeitraum ausfiel. Und all dies bei über einer halben Milliarde Arztkonsultationen seit dem Jahr 2006, als die e-card in Österreich eingeführt wurde.

Der Schwerpunkt des Heftes liegt wiederum bei den internationalen Beziehungen des Hauptverbandes und diesmal im Bereich der Medikamente. Ein Beitrag befasst sich mit der geplanten Novellierung der europäischen Transparenz-Richtlinie, welche die EU-Kommission und das europäische Parlament im Jahr 1988 zur Regelung der Preisfestsetzung bei Arzneimitteln erlassen haben. Ebenso wird über die relative Wirksamkeit von Arzneimitteln berichtet, über die im Rahmen des Pharmazeutischen Forums – eine Initiative der EU-Kommission – diskutiert wird. Die Initiativen des Hauptverbandes auf EU-Ebene werden in einem weiteren Beitrag dargelegt.

Dazu wird ergänzend das Projekt EGDA (Elektronischer grenzüberschreitender Datenaustausch von Sozialversicherungsdaten) der österr. Sozialversicherung präsentiert, da mit 1. Mai 2012 dieser grenzüberschreitende Austausch zwingend umzusetzen ist. Weiters wird das europäische Netzwerk für Health Technology Assessment (EUnetHTA) zur Vernetzung der wissenschaftlichen Expertise im Gesundheitsbereich vorgestellt.

Zudem wird von Experten aus dem BMG über das „Patient Blood Management“ berichtet, da die demographische Entwicklung künftig eine sorgsame Planung der Verwendung Ressource Blut verlangt. Ein Beitrag über den Streptokokkenschnelltest schließt die Vielfalt des Angebotes in diesem Heft ab.

Dr. Wilhelm Donner