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Editorial April 2011


Dr. Wilhelm Donner Der Autor:
Dr. Wilhelm Donner

ist Chefredakteur der Sozialen Sicherheit im
Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger.

Editorial
Liebe Leserinnen und Leser!
Die e-Medikation wurde mit 1. April in einer Wiener Apotheke gestartet und seither läuft in drei österreichischen Regionen der Probebetrieb neun Monate lang. Die Soziale Sicherheit berichtet ausführlich darüber und wird über die Entwicklung dieses Großprojektes auch in Zukunft informieren.

Ebenso ist der Sozialversicherung die Kundenzufriedenheit ein großes Anliegen und daher werden die Ergebnisse einer österreichweiten Umfrage präsentiert. Untersucht wurden dabei sowohl das Leistungsangebot der SV-Träger (z.B. die medizinische Versorgung) sowie die Informationsqualität darüber.

Ein wesentlicher Verantwortungsbereich des Hauptverbandes liegt in der Führung und Vorbereitung zwischenstaatlicher Verhandlungen. Deshalb widmet sich die Soziale Sicherheit in dieser und der nächsten Ausgabe der gesamten Bandbreite internationaler Berührungen, deren Vielfalt nur selten öffentlich wahrgenommen wird.

Dabei werden einleitend gemäß der neuen EU-Richtlinien die Patientenrechte in der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung behandelt. Die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit ist eine sehr komplexe Angelegenheit, obgleich die Auswirkungen auf die österreichische Sozialversicherung eher gering sein werden.

Dazu wird in einem weiteren Beitrag zum internationalen Bereich die Rolle des Hauptverbandes aus dem Blickwinkel und den Erfahrungen des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz beleuchtet. Der Hauptverband fungiert als koordinierende Verbindungsstelle und repräsentiert gemeinsam mit dem BMASK im Ausland die österreichische Sozialversicherung.

In weiteren Beiträgen wird das bei der Wiener Gebietskrankenkasse eingerichtete Competence Center Integrierte Versorgung (CCIV) vorgestellt, dessen Tätigkeit sowie gesundheitsstrategische Einbettung. Nach Aufrechterhaltung und Aktualität des Lebensstandardprinzips in der Pension wird in einem Artikel nicht zuletzt deshalb gefragt, weil Eigenvorsorge, betriebliche Altersvorsorge und gesetzliche Pension in einem vom Gesetzgeber intendierten Mehrsäulenmodell inzwischen real zusammen gewachsen sind und die Pensionshöhe für die Sicherung des Lebensstandards der wesentliche Faktor geblieben ist. Abschließend erläutern zwei Repräsentanten des niederländischen Gesundheitssystems die Vor- und Nachteile der dort seit 2006 neu eingeführten privatrechtlichen Basisversicherung im öffentlichen Gesundheitswesen.

Dr. Wilhelm Donner