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ATLAS – Analysetool für laufende Agenden des Stellenplans


Mag. Masiar René Nikzad Die AutorInnen:
Mag. Masiar René Nikzad

ist Betriebswirt und Leiter des Ärztereferates Innenrevision-Controlling der NÖGKK.

Mag. Johannes Angerer Mag. Johannes Angerer

ist Gesundheitsökonom im Ärztereferat Innenrevision-Controlling der NÖGKK.

Mag. Daniela Ludwan Mag. Daniela Ludwan

ist Juristin im Ärztereferat Innenrevision-Controlling der NÖGKK.

Kurzfassung
Aufbauend auf dem Stellenplan, der die Basis extramuraler Planungen darstellt, wurde in der NÖGKK ein „Analysetool für laufende Agenden betreffend des Stellenplans – ATLAS“ entwickelt. Als Analysetool soll ATLAS in erster Linie den Mitarbeitern der betroffenen Organisationseinheiten eine Hilfestellung bieten, das so genannte „Tagesgeschäft“ rascher erledigen zu können. Das Tool ermöglicht zudem noch eine einfache und gezielte Informationsverbreitung unter Berücksichtigung der aktuellsten Daten und der gewünschten Anforderungen. ATLAS ist in Summe mehr als nur ein Tool, um standardisierte Berichte bereit zu stellen. Vielmehr bietet ATLAS die Möglichkeit, aus den vorhandenen Daten neue Auswertungen zu kreieren und im Hinblick auf die Vertragspartneranalyse innovative Wege zu beschreiten. Eine der aktuellsten Anforderungen ist die Umsetzung der im ASVG vorgesehenen dynamischen Bedarfsprüfung.

ATLAS stellt zum Zwecke der Vorbereitung diverser Besprechungstermine und Gremien sowie für die Erarbeitung von Grundlagen für notwendige Managemententscheidungen eine Vielzahl möglicher Auswertungen und Analysen zur Verfügung.

Unter anderem sind standardisierte Berichte über Ordinationszeiten, Altersverteilung, Geschlechterverteilung, Zweitordinationen sowie Stammblätter und Quartalsberichte verfügbar:

Dynamische Bedarfsprüfung

Für die dynamische Bedarfsprüfung wurde ein Musterprozess, aufbauend auf den folgenden Kennzahlen und einer umfassenden Detailanalyse, entwickelt:

Kennzahl 1:
Einwohner/Anzahl der Planstellen

Kennzahl 2:
Kontakte/Anzahl der Planstellen

Bei der Anwendung des Prozesses gibt es zwei Szenarien, die ausgehend von der Ist-Situation simuliert werden können. Das erste Szenario prüft, ob eine weitere Planstelle geschaffen werden soll. Hier wird dargestellt, ob die Stellenplanausweitung hinsichtlich einer notwendigen Verbesserung der Versorgungssituation tatsächlich gerechtfertigt ist. Im Szenario 2 wird die Streichung bzw. Verschiebung einer Planstelle in Betracht gezogen. In diesem Fall erfolgt eine Prüfung anhand einer Simulation der Versorgungssituation mit dem Ziel festzustellen, in wie weit die betroffene Planstelle tatsächlich versorgungswirksam bzw. -notwendig ist.

Sollte auf Grund der ersten beiden Prozessschritte keine eindeutige Entscheidung über die Versorgungswirksamkeit der geprüften Planstelle möglich sein, folgt die Detailanalyse auf Basis diverser zur Verfügung stehender Parameter, wie z.B. der Erreichbarkeit, Patientenströme und Ordinationszeiten.

Ergebnis der dynamischen Bedarfsprüfung sind verschiedene Handlungsoptionen, wie eine Streichung, das Feststellen eines Verschiebepotentials oder die Ausschreibung der Planstelle.