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Editorial September 2010


Dr. Wilhelm Donner Der Autor:
Dr. Wilhelm Donner

ist Chefredakteur der Sozialen Sicherheit im
Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger.

Editorial
Liebe Leserinnen und Leser!

Die Soziale Sicherheit präsentiert sich mit dieser Ausgabe in neuer Aufmachung. Ein moderneres Lay-out, mehr und größere Illustrationen sowie eine dem Leserauge entgegenkommende Schriftart sollen Lust auf mitunter schwierige Sachverhalte, die in den Beiträgen zum Ausdruck kommen, machen. Die von Karl Müllauer entworfene und von Meinhard Heim umgesetzte Gestaltung erfreute sich in der Pilotphase hoher Zustimmung und nun hofft die Redaktion auf das Wohlgefallen unserer Leserschaft.

Die Beiträge dieser Ausgabe beziehen sich auf eine EuGH-Entscheidung, wonach unter bestimmten Voraussetzungen finanzielle Anreize für ärztliches Verordnen von Medikamenten als zulässig erkannt wurde. Dazu wird aus der Perspektive des Hauptverbandes die Begründung der Entscheidung erläutert.

Nachdem am 24. August von Sozialminister Rudolf Hundstorfer der Entwurf zu einem „KünstlerInnensozialversicherungs-Strukturgesetz“ in den Ministerrat eingebracht wurde, befasst sich ein weiterer Beitrag mit der bestehenden Rechtslage zur Versicherungspflicht von Künstlern, wie sie seit 2001 besteht. Auch soll in der SVA der gewerblichen Wirtschaft ein KünstlerInnen-Servicezentrum eingerichtet werden.

Die Schadensanalyse durch den Drogenmissbrauch wird in dieser Ausgabe mit dem 2. Teil abschließend fortgesetzt und dabei erfolgt dieses Mal die Kostenschätzung anhand von Zuordnungskriterien, die erläutert werden, im eigenen Bereich der Sozialversicherung.

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) versteht sich als Fortführung der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) und stützt sich auf Kennzahlen. Diese basieren wiederum auf betrieblichen Kennzahlensystemen, derer sich jedoch im Allgemeinen nur größere Unternehmen bedienen. Ein weiterer Beitrag versucht, dazu den Forschungsstand im Gesundheitsmanagement aufzuarbeiten und nachzufragen.

Gesundheitsmanagement ist jedoch auch in größeren Dimensionen (gesamtstaatlich) vonnöten. Nachdem sich „klassische“ Gesundheitspolitik nur als beschränkt erfolgreich erwies, wird – von Autorinnen der Gesundheit Österreich GmbH – das Augenmerk auf neue Strategien wie „Health in all Policies“ oder das Instrument „Health impact Assessment“ gelenkt.

Dr. Wilhelm Donner