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Editorial März 2010


Dr. Wilhelm Donner Der Autor:
Dr. Wilhelm Donner

ist Chefredakteur der Sozialen Sicherheit im
Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger.

Editorial
Liebe Leserinnen und Leser!

Erfreulicher Konsolidierungserfolg in der Krankenversicherung. Mit einem Plus von 146,9 Millionen Euro verzeichnen die Krankenversicherungsträger erstmals seit dem Jahr 2005 wieder einen Gebarungsüberschuss.

Das liegt sowohl an den eingeleiteten Konsolidierungsbemühungen (Heilmittel) als auch an zusätzlichen Einnahmen in Höhe von 60 Millionen Euro aufgrund des von der Bundesregierung beschlossenen Budgetbegleitgesetzes. Für 2010 rechnen die Krankenversicherungsträger nach der nun vorliegenden Prognose im Voranschlag mit einem Gesamt-Abgang von rund 45 Millionen Euro. Damit befinden sie sich auf dem vorgegebenen Konsolidierungspfad.

Über die längerfristige Finanzierung der Pensionsversicherung schreibt Dr. Thomas Neumann (SVA der gewerblichen Wirtschaft) ebenso wie über das gesamtstaatliche Budget und die Ausgabenprognosen im Gesundheits- und Pflegebereich in seinem Beitrag. Vor dem Hintergrund der erwartbaren demographischen Entwicklung warnt er vor einer Nachhaltigkeitslücke, da gerade in Österreich zu wenige Reserven für derlei Herausforderungen gebildet wurden.

Im 2. Teil der von Univ.-Prof. Dr. Robert Rebhahn (Universität Wien) dargelegten Reformüberlegungen im Gesundheitssystem (1. Teil in Ausgabe 2/10 der Sozialen Sicherheit, Seite 62 bis 73) widmet er sich dieses Mal der Reichweite der staatlichen Vorsorge und der Frage nach dem Markt sowie dem Staat aus der Perspektive der Leistungserbringer. Das Dreieck von Qualität, Rationalisierung und Standardisierung bildet den Rahmen für seine Vorschläge zu einer Reform, in denen es nicht um die Zuführung von mehr Geldmittel, sondern um deren optimierte Einsetzung geht.

Ein Team des Boltzmann-Institutes für Gesundheitsförderung (Doz. Dr. Karl Krajic, Mag. Carolin Schmidt und Dr. Rainer Christ) beschäftigt sich mit der Entwicklung von Gesundheitsförderung in der Langzeitbetreuung. Es geht um die Gesundheit sowohl der Betreuten wie der pflegender Angehöriger, aber auch der professioneller Leistungserbringer. Auf Basis einer Expertenenquete wird nach dem Bedarf von Gesundheitsförderung in stationärer, teilstationärer und mobiler Betreuung gefragt.

Dr. Wilhelm Donner