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Befragung der am DMP „Therapie Aktiv“ teilnehmenden Patienten in der Steiermark


Dipl.-Ing. Fritz Bruner Die AutorInnen:
Dipl.-Ing. Fritz Bruner

ist Leiter der Verwaltung der medizinischen Einrichtungen der Stmk. Gebietskrankenkasse und Projektleiter von „Therapie Aktiv - Diabetes im Griff“.

Dr. Astrid Knopp Dr. Astrid Knopp

ist Mitarbeiterin der Stabstelle „Medizinische Qualitätssicherung“ der Stmk. Gebietskrankenkasse.

Sonja Reitbauer Sonja Reitbauer

ist Projektassistentin im Bereich „Integrierte Versorgung“ der Stmk. Gebietskrankenkasse.

Kurzfassung
Anfang 2007 wurde das Disease Management Programm (DMP) „Therapie Aktiv – Diabetes im Griff“ bundesweit eingeführt. Dabei handelt es sich um ein Langzeitbetreuungsprogramm für Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, das durch Schulung sowie strukturierte Versorgung und Behandlung versucht, die Folgeerkrankungen des Diabetes zu verringern, um langfristig die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

In der Steiermark wurde Anfang Juli 2009 ein strukturierter Fragebogen an die mindestens ein Jahr am Programm teilnehmenden Patienten ausgesandt, um einerseits die Zufriedenheit mit dem Programm zu erheben und andererseits Verbesserungspotentiale aufzuzeigen.

Um einen Vergleich zwischen am Programm teilnehmenden und nicht teilnehmenden Diabetikern zu erhalten, wurden die Ergebnisse der Diabetikerbefragung 2007 herangezogen. Ziel der Befragung im Jahr 2007 war die Erhebung der Behandlungs- und Versorgungssituation der steirischen Diabetiker vor Einführung des DMP.

Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass im Programm eingeschriebene Diabetiker eher motiviert sind, ihren Lebensstil zu verändern und somit „aktiv“ zum Behandlungserfolg beizutragen. Damit wird der Nutzen des Disease Management Programmes „Therape Aktiv – Diabetes im Griff“ auch durch die Patientenbefragung bestätigt. Die Ergebnisse zeigen erste Verbesserungen in der Betreuung von DMP-Patienten verglichen mit den außerhalb des Programms betreuten Diabetikern. Die Teilnehmer weisen insgesamt einen zumindest subjektiv deutlich besseren Gesundheitszustand und Informationsstand auf. Verbesserungsbedarf besteht hinsichtlich der flächendeckenden Ausweitung des Schulungsangebots, damit das Ziel, allen Patienten mindestens einmal die Teilnahme an einer strukturierten Diabetikerschulung zu ermöglichen, erreicht wird.