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Editorial Februar 2010


Dr. Wilhelm Donner Der Autor:
Dr. Wilhelm Donner

ist Chefredakteur der Sozialen Sicherheit im
Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger.

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser!

Die Finanzierung des Gesundheitswesens aus einem Topf, eine seit längerem erhobene Forderung des Hauptverbandes, präzisiert nun Dr. Hans Jörg Schelling, Verbandsvorsitzender des Hauptverbandes, nochmals in diesem Heft. In der überarbeiteten Fassung eines Vortrages spricht er sich dabei für eine integrative Versorgung durch den gesamten Sektor des Gesundheitswesens aus, um von einer einrichtungsorientierten zu einer patientenorientierten Versorgung zu gelangen.

Die Geldmittel fließen derzeit ja in die verschiedensten Töpfe, woraus das Problem der Steuerung des intra- wie extramuralen Bereichs erwächst. Gerade durch die Pauschalzahlungen an die Spitäler werden seit Jahren falsche Anreize gesetzt und daher setzt Schelling auf ein neues, zentralisiertes Partnermodell.

Reinhard Haydn (HVB) bringt – wie alljährlich im Februar – die personenbezogenen, statistischen Daten für das Jahr 2009 zum Stand der Beschäftigung sowie über die Pensionsbezieher (2,182.581), aber auch über die Erwerbstätigen (3,583.412) und die Mehrfachversicherungen etc., die alle zum Stichtag 1. Juli 2009 erhoben wurden.

Univ. Prof. Dr. Robert Rebhahn (Univ. Wien) befasst sich in seinem zweiteiligen Beitrag (2. Teil in der Märzausgabe) zur Gesundheitsreform in einem umfassenden Sinn. Gemeint ist damit keine konkrete Reform der jüngeren Vergangenheit, sondern das systematische Aufzeigen der Strukturmerkmale einer möglichen Reform und die Erörterung der Fragen, inwieweit der Markt und Staat bestimmend in das öffentliche Gesundheitssystem eingreifen sollen. Dabei geht es primär um die Finanzierung und die Organisation.

Über eine Patientenbefragung von Diabetespatienten im Rahmen des Disease-Management-Programmes „Therapie Aktiv“ berichten DI Fritz Bruner, Dr. Astrid Knopp und Sonja Reitbauer (alle Stmk. GKK). Die Ergebnisse indizieren v.a. die erhöhte Bereitschaft zu einer Lebensstiländerung bei den durch das Programm betreuten Patienten sowie einen – zumindest subjektiv empfundenen – deutlich besseren Gesundheitszustand. Schließlich werden gemäß den Leitlinien die für Diabetiker wichtigen Kontrolluntersuchungen bei den Befragten durchgeführt.

Dr. Wilhelm Donner