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Extrakorporale Stoßwellentherapie


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Kurzbericht
Es wurde die wissenschaftliche Evidenz zur Wirksamkeit der extrakorporalen Stosswellentherapie (ESWT) bei orthopädischen Indikationen und bei Wundbehandlung systematisch untersucht. Dabei wurden vorhandene Übersichtsarbeiten mit Einzelstudien bis 2012 upgedatet.

Generell stellt sich die Evidenzlage zur ESWT bei orthopädischen Indikationen und zur Wundbehandlung inkonsistent dar, die Wirksamkeit ist nicht besser als die von Placebo (meist als Schein-ESWT ohne Energie in den Studien angewandt), im Vergleich zu anderen Therapieoptionen werden teilweise positive Wirkungen der ESWT berichtet. Die Aussagen zu den einzelnen untersuchten Beschwerdebildern sind in Kapitel 6 (klinische Wirksamkeit) zusammengefasst. Die Studienergebnisse in Tabellen sind in Kapitel 4.6 zu finden.

  • Kalkschulter: limitierte Evidenzlage mit positiver Aussagetendenz (2 Reviews), keine Wirksamkeitsnachweise in 3 Studien im Update (Schmerzbesserung von 3,2 auf 3 auf der 10 stelligen Visual Analogue Scale; gleichzeitige Anwendung von Bewegung zu ESWT, OP und ESWT).
  • Tennisellbogen: 2 der 3 Reviews berichten uneinheitliche Studien-Ergebnisse zu ESWT, ein Review findet geringe positive Evidenz.
  • Hüftbeschwerden: 1 Review berichtet limitierte Evidenz. Die beiden Primarstudien im Update zu diesem Review untersuchen ESWT im stationären Setting (intraoperativ in Narkose zusätzlich zur Huft OP).
  • Kniebeschwerden: Ein Review berichtet positive Ergebnisse aus methodisch limitierten Studien. Die drei Primarstudien im Update berichten über eine selektierte Population professioneller Athleten, die trotz der Kniebeschwerden weiterhin trainierten.
  • Fersenschmerzen: Inkonsistente Evidenz in 2 Reviews, in den drei Update Studien keine Wirkungsunterschiede zwischen ESWT und Kortison, Stretching oder physikalischer Kombinationstherapie.
  • Wundbehandlung: Drei Reviews berichten keine belastbare Aussage zu Nutzen oder Nichtnutzen der ESWT, eine Primarstudie im Update verändert diese Aussage nicht.