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Elastographie


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Sowohl die Sonoelastographie als auch die MR-Elastographie sind sehr junge Untersuchungsverfahren. Ziel dieser neuen Methoden sollte sein, die Genauigkeit der nichtinvasiven Diagnostik zu steigern und die Rate der Biopsien deutlich zu reduzieren.

Bei einer Sonoelastographie werden Echosignale mit Hilfe einer speziellen Software auf dem Monitor in Echtzeit farbig dargestellt. Neben dem Elastogramm sieht man zugleich das übliche Sonographie-Bild. Ob es sich bei den verdächtigen Arealen tatsächlich um einen Tumor handelt, muss nach wie vor mit einer Biopsie geklärt werden. Ob die Elastographie
die Trefferquote bei einer Biopsie verbessere und die Rate falsch-negativer Histologien niedriger sei, sozusagen die Vorhersagegenauigkeit für das Vorliegen eines Karzinoms verbessert, wurde im vorliegenden Bericht nicht untersucht. Die Methode der Real-time Elastographie stellt sich jedenfalls als einfach anwendbar dar durch die Möglichkeit der Überlagerung des Elastogramms auf das herkömmliche B-Bild-Sonogramm. Die Untersuchung lässt sich ohne großen Zeitaufwand durchführen, vergleichbar mit einer Doppler-Untersuchung.

Vorteil der MR-Elastographie im Vergleich zur Sonoelastographie ist die Messung der Elastizität in allen drei Raumrichtungen, Nachteil die höheren Kosten.

Im klinischen Alltag können bestehende Ultraschallsysteme mit dieser speziellen Software (Elastographiemodule) zusätzlich ausgestattet werden (moderne Ultraschallgeräte haben diese bereits integriert), damit Elastogramme entworfen werden können. Auch bei der Magnetresonanztomographie ist die Darstellung der Gewebeelastizität ein Software-Upgrade für konventionelle MR-Scanner. Bei beiden Methoden der Elastographie handelt es sich um eine zusätzliche Auswertung der Signale durch das Gerät, wobei die untersuchende Person nicht zusätzlich tätig ist hinsichtlich Handhabung oder Zeitaufwand.

Grenzen in der Anwendbarkeit der Sonoelastographie zeigen sich bei verschiedenen Erkrankungen und Untersuchungsbedingungen (ausführlich im Kapitel 5 dargestellt) sowie in der noch fehlenden Standardisierung dieser Methode. PatientInnen sollten regelmäßig in gleicher Weise gelagert werden, der aufgewendete Druck und auch die Beurteilung der
Elastographie-Bilder sollte standardisiert werden.