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Stroke Units im internationalen Vergleich


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Der Bedarf an Stroke Units ist nicht standardisiert. Die WHO Helsingborg Deklaration sieht die Einrichtung von Stroke Units aufgrund klarer Evidenz vor mit dem Ziel der Reduktion der Mortalität nach Schlaganfall auf unter 20% im ersten Monat nach dem Ereignis.
Wie viele Stroke Units ein Land benötigt, um diese Zahlen zu erreichen, ist nicht Definiert.
In Österreich sind derzeit 30 Stroke Units eingerichtet, sie dienen vor allem der Akutversorgung und haben im Schnitt 4 – 6 Betten. Der Westen Österreichs ist gegenüber dem Osten benachteiligt in der Versorgung mit Stroke Units, sowohl bei der Zahl der Stroke Units als auch bei den Einwohnern > 60 Jahre pro Stroke Unit Bett.
Laut Großgeräteplan 2003 sind insgesamt 37 Stroke Units für Österreich geplant. Diese Anzahl scheint eine realistische Bedarfsdeckung zu ermöglichen, ähnliche Berechnungen aus Deutschland kommen in Relation gesehen zum gleichen Ergebnis.
In den Angaben über Stroke Units werden vier unterschiedliche Arten (Akuteinheit, Rehabilitationseinheit, kombinierte Akut- und Rehabilitationseinheit und Mobiles Stroke Team) oft vermischt und gemeinsam genannt.
Zur Optimierung der Schlaganfall Versorgung hinsichtlich raschem Transport, optimaler Akutversorgung, Rehabilitation und Nachsorge im niedergelassenen Bereich sind Landes- (Salzburg, OÖ) und Bundes (AG Notfallmedizin) weite Projekte teilweise laufend, teilweise bereits implementiert (KAV, NÖGUS). Auf die Vernetzung der unterschiedlichen Versorgungsbereiche und einen fließenden ineinander übergreifenden Behandlungs- und Versorgungsablauf wird dabei besonders geachtet.