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Klimakammertherapie (Hypobare Hypoxie)


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Die pulmonale Auswirkungen der akuten hypobaren Hypoxie beim Gesunden sind:

  • Arterielle Hypoxämie
  • Pulmonalarterielle Hypertonie
  • Steigerung der Lungendurchblutung
  • Hyperventilation
  • Periodische Atmung nachts
  • Erniedrigung des peripheren Atemwiderstands
  • Einschränkung der Diffusion unter Belastung
  • Polyglobulie
  • Verschiebung der O2-Dissoziationskurve nach rechts


Diese Auswirkungen sind unangenehm bis schädlich und werden bei Patienten mit Lungenerkrankungen verstärkt. Kinder reagieren auf Hypoxie zusätzlich mit Verhaltens- und Entwicklungsstörungen1.
Es existiert keine nachvollziehbare Evidenz für den Einsatz der hypobaren Klimakammer als Therapie bei Asthma oder anderen Lungenerkrankungen. Die zu dem Thema gelesenen Studien behandeln hauptsächlich physiologische Mechanismen der Hypoxieadaption, wobei bei der Beschreibung von „Höhe“ zwischen echter (Berg) und simulierter (Klimakammer) Höhe dahingehend getrennt werden muss, dass in echter Höhe zusätzliche Faktoren, wie beispielsweise die geringere Allergendichte der geringer belasteten Umwelt eine Rolle spielen, was speziell bei Asthma essentiell ist.
Der Rückschluss, dass die physiologischen Adaptionsmechanismen zur Therapie von Asthma und anderen Lungenerkrankungen genutzt werden kann, ist wissenschaftlich nicht belegt.