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Katarakt


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ABSTRACT

Im Jahr 2010 wurden in den Österreichischen Fondsspitälern 1.099.870 operative Leistungen durchgeführt.
74.904 davon waren Kataraktoperationen, das entspricht 6,68%. Dieser Eingriff ist damit nach den Entbindungen die zweithäufigste operative Leistung in Österreich. In Summe wurden 2010 mit Aufenthalten die mit einer Kataraktoperation in Verbindung stehen 111.991.264 LKF-Punkte erzielt. Als sehr grobe Schätzung für das finanzielle Volumen ergibt sich aus LKF-Punkte multipliziert mit dem durchschnittlichen Punktewert (ca. 1,34 für 2010) ein Wert von ca. 150 Mio. Euro.
Die Menge der Kataraktoperationen stieg von 54.838 im Jahr 2005 auf 74.904 im Jahr 2010, das entspricht ca. + 36,6% oder + 20.066 Eingriffen.

Bundeslandniveau der Quote

Die Quote der Eingriffe pro Einwohner streut zwischen den Bundesländern. An den Bevölkerungen von Wien (125 Eingriffe pro 10.000 Einwohner) und Oberösterreich (116 Eingriffe pro 10.000 Einwohner) werden die meisten Kataraktoperationen durchgeführt, während an den BurgenländerInnen (45 Eingriffe pro 10.000 Einwohner) wenige Eingriffe unternommen werden.
Diese Quote unterliegt in den Jahren 2005 bis 2010 einer kontinuierlichen Zunahme, die unabhängig vom Ausgangsniveau im jeweiligen Bundesland zu sein scheint. So ist in Bundesländern mit relativ wenigen Kataraktoperationen pro 10.000 Einwohner im Jahr 2005 die gleiche Steigerungsrate beobachtbar wie in Bundesländern mit einem hohen Ausgangsniveau.

Bundeslandspezifische Streuung des Alters

Das durchschnittliche Alter der Patientinnen unterscheidet sich je nach Bundesland. Die Bevölkerung Burgenlands wird im Schnitt im höchsten Alter operiert (75 Jahre), die Bevölkerung Wiens (73 Jahre) wird dagegen um zwei Jahre früher operiert. Ein Viertel der PatientInnen aus Wien wird vor dem Alter von 67 Jahren operiert, während dieses Viertel in den meisten Bundesländern bis zum Alter von 70 Jahren anzutreffen ist. Das älteste Viertel der PatientInnen ist in jedem Bundesland älter als 80 Jahre.
Auf Österreich- bzw. Landesebene bleibt das durchschnittliche Alter über die 6 in die Untersuchung einbezogenen Jahre konstant, jedoch auf dem erwähnten bundeslandspezifischen Niveau.

Senkung der Aufenthaltsdauer

Mit der Senkung der Aufenthaltsdauer geht eine Steigerung der Quoten einher. Die Steigerung kann jedoch nicht allein aus dem Ausmaß der Senkung erklärt werden.