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Herz-Kreislauf-Report für Österreich


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Herz-Kreislauf-Erkrankungen, im Speziellen die koronare Herzkrankheit (KHK), sind die Haupttodesursache in der Europäischen Region und Ursache für fast die Hälfte aller Mortalitäten. Im vorliegenden Bericht wurden Daten zur Morbidität und Mortalität der KHK im stationären und zu Heilmittelverordnungen im niedergelassenen Bereich auf Bundesländerebene und für auffällige politische Bezirke analysiert, sowie der Einfluss von sozioökonomischen Variablen untersucht.

Analysen der Anzahl der stationären Aufenthalte von 2001 bis 2011 zeigen, dass in Niederösterreich, Oberösterreich und Kärnten die Zahl der Aufenthalte aufgrund einer akuten KHK erhöht war, in Vorarlberg, Tirol, der Steiermark und dem Burgenland aufgrund einer chronischen KHK. Besonders auffällig waren hierbei die Bezirke Gmünd (NÖ), Steyr-Stadt (OÖ), Wels-Stadt (OÖ) und Waidhofen an der Ybbs (NÖ), in denen über Jahre eine hohe Anzahl an stationären Aufenthalten aufgrund einer akuten KHK verzeichnet wurde, sowie die Bezirke Bad Radkersburg (Stmk), Murtal (Stmk) und Oberpullendorf (B), in denen die Zahl der Aufenthalte aufgrund einer chronischen KHK von 2001 bis 2011 erhöht war. Auffällig ist weiterhin, dass bei Frauen hinsichtlich der Diagnostik deutlich weniger unternommen wird als bei Männern und auch bei der medikamentösen Behandlung ein deutliches Ungleichgewicht vorliegt. Bei der Flankierung der Routinedaten mit makroökonomischen Indikatoren zeigt sich im Einklang mit den Erkenntnissen der internationalen Literatur, dass die soziale Position den Gesundheitszustand der Individuen und daher auch die spezifische Morbidität und Mortalität an KHK beeinflusst. So kann beispielsweise dargestellt werden, dass die Anzahl der stationären Aufenthalte aufgrund einer akuten KHK geringer ist, je höher das Einkommen, die Ausbildung und der sozioökonomische Status in einer Region sind.