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Zentrale Speicherung von Versicherungsdaten


Gemäß § 31 Abs. 4 Z 3a ASVG hat der Hauptverband (seit 1972) eine zentrale Anlage zur Aufbewahrung und Verarbeitung der für die Versicherung bzw. den Leistungsbezug bedeutsamen Daten zu führen.

Die ursprüngliche Zielsetzung dieser Datenspeicherung (Versicherungsdatei) war es, die für die Pensionsversicherung bedeutsamen Daten (Versicherungszeiten und Beitragsgrundlagen), die von den einzelnen Krankenversicherungsträgern erhoben werden, laufend in einer zentralen Datei zu sammeln (und dabei auch zu prüfen), um beim Pensionsantritt einer versicherten Person diese Daten rasch und in hoher Qualität verfügbar zu haben (Schlagwort „Pension auf Knopfdruck“).

Heute ist die zentrale Speicherung der Versicherungsdaten beim Hauptverband die unverzichtbare Basis einer ganzen Reihe von automationsunterstützten Verfahren in der Sozialversicherung und darüber hinaus in der öffentlichen Verwaltung, wie z.B. 

  • Pensionsberechnung
  • Berechnung der Leistungen des Arbeitsmarktservice
  • Feststellung leistungszuständiger Krankenversicherungsträger
  • Beitragserstattung in Fällen der Mehrfachversicherung
  • Auskünfte an Justiz- und Verwaltungsbehörden
  • Datenübermittlung an die Mitarbeitervorsorgekassen
  • Statistische Auswertungen und sozialpolitische Analysen

Mit der zentralen Speicherung der Versicherungsdaten leistet der Hauptverband einen außerordentlich hohen Beitrag zur Verwaltungsökonomie in der Sozialversicherung selbst, aber auch in der Bundes- und Landesverwaltung.

Die zentrale Datenspeicherung umfasst derzeit Daten zu rund 105 Mio. Versicherungsverhältnissen von rund 12 Mio. Personen. Jährlich werden im Hauptverband rund 76 Mio. Meldungen in diese Datenspeicherung eingearbeitet. (Stand 2015)