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Gesundes Altern als Chance und Herausforderung für die Gesellschaft
Nr. 9 vom 11. März 2010

Österreich wird älter. Das gibt Anlass zur Freude, ist aber auch Auslöser für Bedrohungsszenarien. Bereits im Dezember wurde im Rahmen des Symposiums "Alter - Dem Potenzial Möglichkeiten geben" Möglichkeiten aufgezeigt, wie bisher ungenutzte Potenziale gehoben werden können.
In den kommenden Jahren wird die österreichische Bevölkerung deutlich altern. Bevölkerungsprognosen gehen davon aus, dass bis 2035 die Zahl der über 60-Jährigen auf 2,7 bis 3 Millionen anwachsen wird. Demgegenüber wird die Gruppe der Menschen unter 60 deutlich schrumpfen. Der Anteil der Personen, die älter als 60 Jahre sind, wird in den kommenden Jahrzehnten von derzeit rund 22 Prozent auf bis zu 38 Prozent der Gesamtbevölkerung ansteigen.
Wie stark sich der demographische Wandel auf das Gesundheitssystem auswirken wird, ist noch ungewiss. Es zeigt sich aber, dass sich durch die steigende Lebenserwartung das Krankheitsspektrum der Gesellschaft verändert. Chronisch-degenerative Erkrankungen nehmen zu. Zwar gibt es in Österreich ein hervorragendes Krankenbehandlungssystem, eine vom Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger in Auftrag gegebene Studie zeigt jedoch, dass es im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention großen Aufholbedarf gibt. Für ein gesundes Leben braucht es die Verantwortung des Einzelnen sowie Lebensräume und Rahmenbedingungen, die Gesundheit ermöglichen. Ein bedeutender Zugewinn an gesunden Lebensjahren kann nicht durch ein Mehr an Krankenversorgung, sondern nur durch einen gezielten Ausbau der Gesundheitsförderung und Prävention erreicht werden. "Die Sozialversicherung verstärkt ihr Engagement in der Gesundheitsförderung und Prävention. Wir haben unsere Prioritäten für 2009 bis 2013 festgeschrieben. Ein Schwerpunkt wird dabei die Förderung der Gesundheit älterer Menschen sein", so Dr. Josef Probst, stellvertretender Generaldirektor im Hauptverband.
Am 11. März wird im Rahmen eines Fachdialoges in der NÖGKK den Vertretern der Sozialversicherungsträger das Strategieprojekt „Gesundheitsförderung und Prävention mit Frauen und Männern ab 50“ vorgestellt und somit innerhalb der Sozialversicherung ein Impuls für die Gesundheitsförderung mit älteren Menschen gesetzt.
"Bisher gab es in Österreich nur vereinzelt Initiativen, die sich für die Gesundheitsförderung bei älteren Menschen einsetzten. Eine österreichweite Gesamtstrategie fehlt im Bereich der SeniorInnengesundheit. Nur gemeinsam und durch eine sektorenübergreifende Strategie kann es gelingen, die Gesundheit der älteren Menschen zu fördern", so Dr. Probst abschließend.


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