Auswahl Channel AKTUELL Auswahl Channel VORSORGE Auswahl Channel LEISTUNGEN Auswahl Channel SERVICE Auswahl Channel ÜBER UNS
Konsolidierungsmaßnahmen bei den Krankenkassen beginnen zu wirken

Erstmals seit 2005 verzeichnen die Krankenkassen wieder einen Gebarungsüberschuss

Nr. 7 vom 15. Februar 2010

Erstmals seit 2005 verzeichnen die Krankenversicherungsträger mit plus 146,9 Millionen Euro in Summe wieder einen Gebarungsüberschuss. „Damit zeigt sich, dass die seitens der Bundesregierung und des Hauptverbandes eingeleiteten Konsolidierungsmaßnahmen greifen, ohne dass für die Versorgung der PatientenInnen weniger Geld zur Verfügung steht als bisher. Wir sind am vorgegebenen Pfad, aber noch lange nicht am Ziel unserer Bemühungen, die finanzielle Situation der Krankenkassen nachhaltig zu stabilisieren“, kommentiert der Vorsitzende des Verbandsvorstandes im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Hans Jörg Schelling, die heute, Montag, veröffentlichte Finanzprognose der Krankenversicherungsträger. Schon in ihrer November-Prognose haben die Krankenkassen bei einem Gesamtbudget von 14,2 Milliarden Euro für 2009 mit einem Gebarungsüberschuss von 60 Millionen Euro gerechnet. Dass dieser vorläufige Überschuss – das endgültige Ergebnis liegt im Mai vor - nun etwas höher ausgefallen ist als ursprünglich prognostiziert, liegt einerseits an den eingeleiteten Konsolidierungsbemühungen – insbesondere im Bereich der Heilmittelausgaben-, und andererseits an den zusätzlichen Einnahmen in Höhe von 60 Millionen Euro aufgrund des von der Bundesregierung beschlossenen Budgetbegleitgesetzes. Dies hat sich vor allem auf die Gebarung der 9 Gebietskrankenkassen ausgewirkt, die in Summe mit minus 9,6 Millionen Euro im vergangenen Jahr ein fast ausgeglichenes Finanzergebnis einfahren konnten. Insbesondere im Bereich der Heilmittelausgaben lobt der Vorsitzende des Hauptverbandes die verschreibenden ÄrzteInnen: „Hier ist es im vergangenen Jahr durch eine verantwortungsvolle Verschreibepraxis zu einem deutlich niedrigeren Anstieg gekommen, ohne dass die Qualität der medikamentösen Versorgung der PatientenInnen darunter gelitten hätte“.

Für heuer rechnen die 19 Krankenversicherungsträger nach der nun vorliegenden Prognose mit einem Gesamt-Abgang von rund 45 Millionen Euro. Damit befinden sich die Krankenversicherungsträger exakt auf dem vorgegebenen Konsolidierungspfad. Schelling: „Alle Annahmen basieren allerdings unter der Vorraussetzung, dass die Beitragseinnahmen der Krankenkassen aufgrund der konjunkturellen Entwicklung und damit einhergehende steigende Arbeitslosenraten nicht einbrechen“.
Ziel des der Bundesregierung Ende Juni übergebenen Sanierungskonzeptes „Gesundheit: Finanzierung sichern – Langfristige Potenziale zur Steuerung der Ausgaben und zur nachhaltigen Kostendämfpung“ ist , dass alle Kassen bis Ende 2013 einen ausgeglichenen Rechnungsabschluss ausweisen können. Schelling: „Zur Erreichung dieses Zieles müssen Krankenversicherungsträger und Hauptverband alles daran setzen, um die dargestellten Kostendämpfungspotenziale auch tatsächlich zu erzielen“. Bekanntlich wurden Mitte Dezember des Vorjahres zwischen dem Hauptverband und den einzelnen Kassen verbindliche Finanzziele vereinbart. Die Erreichung dieser Finanzziele sind Voraussetzung dafür, dass die Kassen die für 2010 zugesagten Strukturmittel in Höhe von 100 Millionen Euro aus dem Budgettopf auch wirklich erhalten.


Die Sozialversicherung garantiert unabhängig von Alter, Einkommen, sozialer Herkunft und Bildung hochwertige Gesundheitsversorgung und eine sichere Pensionsvorsorge. Aktuell sind rund 8,2 Millionen Menschen anspruchsberechtigt (Versicherte und mitversicherte Angehörige). Der Behandlungsanspruch aus der Krankenversicherung wird beim Mediziner durch das e-card-System angezeigt: Die e-card als Schlüsselkarte enthält keine medizinischen Daten, ermöglicht dem Arzt aber die Überprüfung des Versicherungsstatus eines Patienten und die Nutzung weiterer Services. Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger ist das organisatorische Dach über der solidarischen Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung Österreichs.



Artikel als Mail verschicken Drucken