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Zwei Millionen Euro für die Gesundheitsförderung als Zeichen eines wirkungsvollen Miteinanders von Sozialversicherung und Pharmawirtschaft

2017 wurden über den Rahmen-Pharmavertrag 16 Projekte mit dem Schwerpunkt auf Stärkung der psychischen Gesundheit gefördert.

Logo Rahmen-Pharmavertrag Projekte

02. Februar 2017


Die Sozialversicherung hat es sich zu einer zentralen Aufgabe gemacht, in der Vorsorge neue Wege zu gehen. 2011 gründete sie gemeinsam mit der Pharmawirtschaft das Gremium Gesundheitsziele, um mit vereinten Kräften Projekte in den Bereichen Kindergesundheit und Prävention zu fördern. Die Mittel dafür stammen aus dem Rahmen-Pharmavertrag, über den die Pharmawirtschaft Solidarbeiträge an die Krankenkassen leistet. Bis heute wurden daraus bereits 79 Projekte mit insgesamt 10,6 Millionen Euro unterstützt.

 

Im Jahr 2017 setzte das Gremium Gesundheitsziele seinen Förderschwerpunkt auf Maßnahmen zur Stärkung der psychischen Gesundheit. Dank der drei Kooperationspartner, dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, der Pharmig und dem Verband der österreichischen Arzneimittel-Vollgroßhändler PHAGO, konnten 16 Projekte verwirklicht werden. Dafür wurden Fördermittel von insgesamt zwei Millionen Euro bereitgestellt.

 

„Die psychische Gesundheit trägt maßgeblich zur Lebensqualität und zum Wohlbefinden eines Menschen bei. Sie bewahrt nicht nur vor akuten und chronischen Erkrankungen, sondern hilft, selbstbewusst und vital durch alle Lebensphasen zu gehen“, kommentiert Martin Munte, Präsident der Pharmig, den diesjährigen Fördergegenstand. „Es gilt nicht nur die dafür nötigen Kompetenzen aufzubauen, sondern auch das gesellschaftliche Bewusstsein für die Wichtigkeit der psychischen Gesundheit zu schärfen.“

 

„Keine Gesundheit ohne psychische Gesundheit. Auch mit dem diesjährigen Förderschwerpunkt setzen wir bewusst an bestehenden gesundheitspolitischen Strategien an. Nicht nur individuelle Lebensumstände bestimmen unsere Psyche, auch Familie und andere soziale Beziehungen sind von großer Bedeutung. Mit dieser Kooperation leisten wir einen wichtigen Beitrag für mehr Gesundheit im umfassendsten Sinn“, betont Alexander Biach, Vorsitzender des Verbandsvorstands im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger.

 

Zu den 16 geförderten Projekten zählt zum Beispiel das Projekt der Selbsthilfeorganisation HPE (Hilfe für Angehörige psychisch Erkrankter), das sich zur Aufgabe gemacht hat, Journalisten bei ihrer Berichterstattung über psychische Erkrankungen und die davon betroffenen Menschen zu sensibilisieren. Oder das Forschungsprojekt „Psychische Gesundheit in der Welt der Smartphones“, das den negativen Einfluss der Smartphone-Nutzung auf die psychische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen untersucht und ein Konzept zur altersgerechten Medienerziehung entwirft. Oder das Praxisprojekt „Voll im Leben – voll im ich“, das in Schulunterrichtsmodulen die psychische Gesundheitskompetenz von Schülern auf ihrem Weg zum Erwachsensein fördert.

 

„Prävention beginnt dort, wo der Grundstein für das Erwachsenenalter gelegt wird: im Kindes- und Jugendalter. Daher sollten wir bereits Schulkindern altersgerechte Gesundheitsinformationen so zur Verfügung stellen, dass sie diese auch finden, verstehen und beurteilen zu können – für eine nachhaltige Verbesserung der Gesundheitskompetenz in Österreich“, so Andreas Windischbauer, Präsident des Verbandes der österreichischen Arzneimittel-Vollgroßhändler PHAGO.

 

„Wir unterstützen Projekte, die für mehr Akzeptanz, Wissen und Sensibilität für psychische Gesundheit sorgen. Dabei war uns die Förderung der psychischen Gesundheit gerade von gesundheitlich benachteiligen Personen und Menschen mit besonderen Bedürfnissen und Belastungen ein wichtiges Anliegen“, so Alexander Hagenauer, stellvertretender Generaldirektor im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherung.

 


Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger ist das organisatorische Dach über der solidarischen Kranken-, Unfall-und Pensionsversicherung Österreichs. Die Sozialversicherung garantiert unabhängig von Alter, Einkommen, sozialer Herkunft und Bildung hochwertige Gesundheitsversorgung und eine sichere Pensionsvorsorge. Aktuell sind rund 8,4 Millionen Menschen anspruchsberechtigt (Versicherte und mitversicherte Angehörige).

 

Die Pharmig ist die freiwillige Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit hat der Verband 120 Mitglieder (Stand Jänner 2018), die den Medikamenten-Markt zu gut 95 Prozent abdecken. Die Mitgliedsunternehmen der Pharmig bieten Arbeitsplätze für ca. 18.000 Beschäftigte (Quelle: Vollerhebung unter den Pharmig – Mitgliedsunternehmen, Stand Februar 2015).

 

PHAGO ist eine freiwillige Interessenvertretung des österreichischen Arzneimittel-Vollgroßhandels. Dessen wichtigste Aufgabe ist die Sicherstellung der Arzneimittelversorgung für Österreich. Als Rückgrat der Arzneimittelversorgung kümmert sich der Großhandel daher um die Planung, Abwicklung und Auslieferung von 20 Millionen Arzneimitteln, die jedes Monat von der Industrie in die Apotheke gebracht werden müssen. Damit bündelt er das gesamte Arzneimittel-Sortiment, um jederzeit für Patienten liefern zu können. Der pharmazeutische Großhandel garantiert, dass der nationale Arzneimittelvorrat stets bereitgestellt werden kann und Arzneimittel vor Ort sind, wenn sie rasch benötigt werden.

 

Rückfragehinweise:

 

Hauptverband der Österreichischen

Sozialversicherungsträger

Dieter Holzweber

Tel. 01/711 32-1122

dieter.holzweber@sozialversicherung.at

 

Pharmig – Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs

Head of Communication & PR

Peter Richter, BA MA

Tel. 01/40 60 290-20

peter.richter@pharmig.at

 

PHAGO

Mag. Britta Blumencron

Gesundheitskommunikation

Tel: 0699/10112223

britta@blumencron.at