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Gesundheitszentrum Enns

© Haas Architektur/Szabados

In Enns wurde im Jänner das erste voll ausgebaute Primärversorgungszentrum Oberösterreichs eröffnet.

In einem Neubau auf 2000 Quadratmetern arbeiten dort sechs Allgemeinmediziner mit zwei Diplomkrankenschwestern, vier Ordinationsassistenten, einem Psychologen und zwei Psychotherapeuten Tür an Tür. Ergänzt wird das Team durch Teilzeitstellen für Diätologie, Ergotherapie, Logopädie, Geburtshilfe und Sozialarbeit. Ein Manager kümmert sich um betriebswirtschaftliche Angelegenheiten.

Die Patienten profitieren von langen Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 7 bis 19 Uhr, zusätzlich an zwei Tagen bis 21 Uhr. Zudem ist die neue Primärversorgung jeden dritten Samstagvormittag durch einen hausärztlichen Notdienst besetzt. So wird die Versorgung verbessert und die Wartezeiten für Patienten auf maximal 15 Minuten verkürzt. Das Konzept wird von der Bevölkerung bestens angenommen. Pro Tag kommen zwischen 500 bis 600 Patienten.



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Teamgeist

Unsere derzeitige Primärversorgung ist fast ausschließlich medizinisch geprägt und  hauptsächlich auf Krankheitsbehandlung ausgerichtet. Sie besteht weitgehend aus Einzelordinationen, in denen keine ausreichende Kommunikation und Kooperation mit weiteren Gesundheitsbereichen stattfindet. Ebenso fehlt eine Verknüpfung zum Sozialbereich.

Die neue Primärversorgung ist daher auch für Ärzte ein Gewinn, sind doch Teamarbeit und Vernetzung in diesem Beruf heute essentiell.


Bis 2020 sollen insgesamt 75 solcher PVEs – ob als Gesundheitszentrum in der Stadt, Gruppenpraxis oder Versorgungsnetzwerk im ländlichen Bereich – realisiert werden. 



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Was wird mit der neuen Primärversorgung besser?

In der „Neuen Primärversorgung“ stehen künftig neben einem Team von Allgemeinmedizinern auch weitere Gesundheitsberufe mit ihrem zusätzlichen Wissen zur Verfügung. Hier können sich Patienten auch wie gewohnt ihren „Hausarzt“ bzw. ihre „Hausärztin“ wählen – wohnortnah und zu deutlich längeren Ordinationszeiten. Das Behandlungsspektrum reicht von Gesundheitsvorsorge über Akutversorgung bis hin zur Rehabilitation und Pflege. Der Vorteil: Im Vertretungsfall gibt es trotzdem einen anderen Allgemeinmediziner, der Patienten und Krankengeschichte kennt.

 


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Vorteile für Patienten

  • Kurze Wartezeiten
  • Lange Öffnungszeiten (Mo.-Fr. von 7-19Uhr)
  • Mehr Zeit für das Patientengespräch
  • Gut koordinierte Betreuung für chronisch Erkrankte, Kinder, Jugendliche und ältere Patienten
  • Umfassende Krankenbehandlung und Gesundheitsberatung


 


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Vorteile für Ärzte

  • Teamarbeit von Ärzten mit weiteren Gesundheitsberufen
  • Geregelte Arbeitszeiten für bessere Balance zwischen Beruf und Familie
  • Attraktive, umfassende Tätigkeitsfelder, in denen die ärztliche Kompetenz voll zum Einsatz kommt
  • Praxisbezogene Ausbildung und Forschung (Lehrpraxis)




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Videos

Bei einem gemeinsamen Infoabend von OÖGKK und Ärztekammer OÖ für Ärztinnen und Ärzte am 26.6.2017 sprachen Dr. Felix Wallner, Kammeramtsdirektor der OÖÄK, Mag. Franz Kiesl, Ressortdirektor in der OÖGKK und Dr. Wolfgang Hockl vom PVZ Enns über Erfahrungen, Rahmenbedingungen und wichtige Punkte aus Sicht der Ärzteschaft in Bezug auf Primärversorgungseinrichtungen in Oberösterreich:


Infoabend zur Primärversorgung, Vortrag Dr. Wolfgang Hockl



Infoabend zur Primärversorgung, Vortrag Dr. Felix Wallner

 


Infoabend zur Primärversorgung, Vortrag Mag. Franz Kiesl