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Symposium zum Weltnichtrauchertag: „Schwangerschaft und Rauchen“

NÖGKK

10. Mai 2017


Rauchen in der Schwangerschaft ist ein Tabu. Das erschwert den Zugang zu Hilfsangeboten.

 

Am 31. Mai ist Weltnichtrauchertag. Schon im Vorfeld fand am Dienstag, den 9. Mai,  das Symposium „Schwangerschaft und Rauchen“ als gemeinsame Veranstaltung des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger (HVB) und der NÖ Gebietskrankenkasse (NÖGKK) in St. Pölten statt. Nach der Begrüßung durch Mag. Alexander Hagenauer (HVB) und Obmann- Stv. KR Michael Pap (NÖGKK)  beschäftigten sich die Fachvorträge mit den unterschiedlichen Aspekten von Rauchen in der Schwangerschaft. Einigkeit herrschte darüber, dass die Zielgruppe enorm schwierig zu erreichen ist, da Rauchen in der Schwangerschaft gesellschaftlich stark stigmatisiert ist. Einig waren sich die Expertinnen und Experten auch darüber, dass das Thema im Gesundheitswesen einen höheren Stellenwert benötigt, nicht nur wegen der umfassenden Folgewirkungen auf das Un- bzw. Neugeborene, wie Dr. Angela Zacharasiewicz darlegte, sondern auch wegen der Folgewirkungen des Rauchens für die Mutter selber.

 

Neben der ärztlichen Perspektive wurden psychologische und geburtshilfliche Aspekte diskutiert. Auch Ergebnisse des Forschungsprojektes „Rauchfrei für mich und mein Kind“ der NÖGKK und der TU Wien zeigten die Schwierigkeit auf, rauchende schwangere Frauen zu erreichen und passende Hilfsangebote zur Verfügung zu stellen. Handlungsempfehlungen im Umgang mit dieser Zielgruppe wurden vom Team des Rauchfrei Telefons präsentiert.

 

Das Rauchfrei Telefon (www.rauchfrei.at), eine österreichweite telefonische Beratungsstelle zum Thema Rauchen und Rauchstopp, 2006 initiiert vom Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger und betrieben von der NÖGKK, hat jahrelange Erfahrung in der Beratung von schwangeren Raucherinnen und  werdenden Vätern und kennt die Herausforderungen in der Erreichbarkeit dieser Zielgruppe.

 

Als wichtigste Empfehlung für die Praxis nahmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Botschaft mit: Alle Patientinnen immer wieder und wertfrei auf das Thema Rauchen ansprechen und individuelle Hilfe zur Tabakentwöhnung anbieten. Denn: Die meisten Schwangeren möchten aufhören und tun sich mit passender Hilfe leichter! „Nutzen Sie die Tabakentwöhnungsangebote der Sozialversicherung oder informieren Sie sich beim Rauchfrei Telefon, der kostenlosten Telefonberatung zur Tabakentwöhnung“, so Mag. Alexander Hagenauer, stellvertretender Generaldirektor im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger.

 

Die Angebote finden Sie unter www.rauchfrei.at/aufhoeren/weitere-beratungsangebote-in-oe/

 

Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger ist das organisatorische Dach über der solidarischen Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung Österreichs. Die Sozialversicherung garantiert unabhängig von Alter, Einkommen, sozialer Herkunft und Bildung hochwertige Gesundheitsversorgung und eine sichere Pensionsvorsorge. Aktuell sind rund 8,5 Millionen Menschen anspruchsberechtigt (Versicherte und mitversicherte Angehörige).