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2017 gibt die Sozialversicherung 5,4 Milliarden Euro für die Spitäler aus

Lageplan Krankenanstalt

14. Dezember 2016


Mehr Geld für die Gesundheit! Die Sozialversicherung erhöht den vorläufigen Pauschalbetrag für die Krankenanstaltenfinanzierung 2017 an die Landesgesundheitsfonds um 300 Mio. Euro

 

Die Trägerkonferenz des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger hat gestern beschlossen, den vorläufigen Pauschalbetrag 2017 an die Landesgesundheitsfonds um 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu erhöhen.

 

„Damit werden rund 300 Millionen Euro mehr für die Krankenanstaltenfinanzierung bereit gestellt“, erklärt die Vorsitzende im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Ulrike Rabmer-Koller. Ein Mehraufwand an Geldmitteln, der einmal mehr den Behauptungen der Ärztekammer widerspricht, Sozialversicherung, Bund und Länder würden in den kommenden Jahren einen rigorosen Sparkurs verfolgen.

 

Basierend auf der Schätzung des Hauptverbandes, dass sich die vorläufigen Beitragseinnahmen der Kassen 2017 um 3,4 Prozent erhöhen, ergibt das den vorläufigen Pauschalbetrag 2017 von rund 5,262 Milliarden Euro, rechnet man auch noch die vorläufige Steigerung von 2016 um 3,26 Prozent hinzu, ergibt das sogar einen vorläufigen Pauschalbetrag von 5,421 Milliarden Euro.

 

Grundlage für die Beziehungen der Sozialversicherung zu den landesgesundheitsfondsfinanzierten Krankenanstalten sind für die angeführten Berichtsjahre die 15a-Vereinbarungen „Über die Organisation und Finanzierung des Gesundheitswesens“ (BGBl. I 2013/199) sowie „Zielsteuerung Gesundheit“ (BGBl. I 2013/200). Die Sozialversicherungsträger haben im Zuge des beim Hauptverband eingerichteten Ausgleichsfonds für die Krankenanstaltenfinanzierung 2015 einen endgültigen Pauschalbetrag von 5,087 Milliarden Euro aufgewendet. Damit werden etwa drei Viertel aller in Österreich verfügbaren Betten in von Landesgesundheitsfonds finanzierten Krankenanstalten finanziert. Nach den letzten verfügbaren Zahlen vom Bundesministerium für Gesundheit und Frauen sind in Österreich 279 Krankenanstalten mit insgesamt 64.792 Betten in Betrieb; wovon knapp 50.000 über die Landesgesundheitsfonds finanziert werden.

 

Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger ist das organisatorische Dach über der solidarischen Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung Österreichs. Die Sozialversicherung garantiert unabhängig von Alter, Einkommen, sozialer Herkunft und Bildung hochwertige Gesundheitsversorgung und eine sichere Pensionsvorsorge. Aktuell sind rund 8,5 Millionen Menschen anspruchsberechtigt (Versicherte und mitversicherte Angehörige).