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Bonus Malus

Beschäftigung älterer Arbeitnehmer

Alter

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Hintergrund dieser Regelung

Ziel der Bundesregierung ist es, die Beschäftigungsquoten älterer Arbeitnehmer (ab 55 Jahren) bis zum Jahr 2018 anzuheben. Mit dem Budgetbegleitgesetz 2016 wurden dafür einige Maßnahmen getroffen.

Die konkreten Bestimmungen finden sich in

§ 31 Abs. 14 bis 16 ASVG (Allgemeines Sozialversicherungsgesetz)

§ 1a AMPFG (Arbeitsmarktpolitikfinanzierungsgesetz) sowie

§ 41 Abs. 5 und 5a FLAG (Familienlastenausgleichsfondsgesetz) 



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Was ist die Aufgabe des Hauptverbandes?

Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger hat bis zum 30.  September eines jeden Jahres für alle Unternehmen mit durchschnittlich mindestens 25 vollversicherten Dienstnehmern einmal jährlich den Anteil älterer Personen (55. Lebensjahre und älter) an allen vollversicherten Beschäftigten festzustellen und zwar für alle Dienstgeber insgesamt (Gesamtquote), für die jeweils zugehörige ÖNACE Wirtschaftsabteilung des Dienstgebers (Branchenquote) und für jeden einzelnen dieser Dienstgeber gesondert (Dienstgeberquote).

Weiters hat der Hauptverband die betroffenen Dienstgeber einmal jährlich über die ermittelten Quoten elektronisch zu informieren.

Dieser Informationspflicht wird durch die Darstellung der entsprechenden Quoten für jeden Dienstgeber in WEBEKU nachgekommen.

WEBEKU stellt das Hauptmodul für die Web-basierenden Dienstleistungen für Dienstgeber dar. Über diese Applikation sind derzeit bereits Kontoinformationen, Beschäftigtenstand, Kontoinhaber, Wirtschaftsklasse, zuständiger Sozialversicherungsträger sowie vorgenommene Buchungen etc. ersichtlich. Dies stellt eine für die Dienstgeber gewohnte Abrufmöglichkeit dar.



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Wie erfolgt die Auswertung?

Wie die konkreten Berechnungen der Quoten zu erfolgen haben, wurde in Weisungen des Bundesministeriums für Arbeit; Soziales und Konsumentenschutz festgelegt.

  • Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger hat dem entsprechend die für die Bonus-Malus­ Regelung in Frage kommenden Unternehmen bzw. Dienstgeber zu ermitteln. Dies geschieht über die Dienstgebernummer (DGNR).

 

Für jedes Unternehmen (GmbH, Einzelunternehmen etc.) existiert österreichweit eine neunstellige Dienstgebernummer. Sämtliche Beitragskonten (Filialen, Außenstellen etc.) des jeweiligen Dienstgebers in den einzelnen Bundesländern werden unter dieser bundesweit einheitlichen "Kundennummer" zusammengefasst.

 

  • Dienstgeber, die am 30. Juni 2016 nicht zumindest einen Beschäftigten aufweisen, werden nicht mitberücksichtigt.

 

  • Für die Ermittlung der Größe des Dienstgebers (durchschnittlich mindestens 25 vollversicherte Dienstnehmer) wird eine durchschnittliche Beschäftigtenzahl aus den letzten 365 Tagen errechnet. Beobachtungszeitraum ist der Zeitraum vom 1. Juli des Vorjahres bis zum 30. Juni des Jahres der Feststellung. Tage ohne Beschäftigte werden nicht berücksichtigt. Bei der Ermittlung der Anzahl der Dienstnehmer ist auf ganze Zahlen abzurunden.
  • Für die Ermittlung der Gruppe der älteren Personen, werden all jene Dienstnehmer gezählt, die im Beobachtungszeitraum das 55. Lebensjahr vollenden bzw. älter sind.


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Welche Daten werden verwendet?

Die Dienstgeberdaten bzw. die Versichertendaten, die dafür verwendet werden, resultieren aus den Meldungen der Dienstgeber an den zuständigen Sozialversicherungsträger. Die Datenübermittlung der Sozialversicherungsträger an den Hauptverband erfolgt automatisch.

Wie erfolgt die Zuordnung zu einer Branche?

Die ÖNACE-Zuordnung basiert auf den von der Statistik Austria dem Hauptverband bekannt gegebenen Daten. Die Zuordnung der Dienstgeber zur jeweiligen Branche erfolgt bei Betriebsgründung durch Festlegung durch die Statistik Austria, unter Mitwirkung der Dienstgeber.

Wie werden die Quoten errechnet?

Die Dienstgeberquote ergibt sich aus dem Verhältnis des Anteils älterer Dienstnehmer am Anteil aller Dienstnehmer im jeweiligen Betrieb.

Die Branchenquote ergibt sich aus dem Anteil älterer Dienstnehmer an der Gesamtzahl aller Dienstnehmer in dieser Branche.

Die Gesamtquote ergibt sich aus dem Anteil älterer Dienstnehmer an der Gesamtzahl aller Dienstnehmer in Österreich.


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Warum wird heuer schon informiert, obwohl die Beschäftigungsquoten erst bis zum Jahr 2018 erhöht werden sollen?

Für das Kalenderjahr 2016 stellt diese Auswertung eine reine Information dar.

Ziel ist, dass die jeweilige Dienstgeberquote die Branchenquote erreicht oder übersteigt. Erreicht ein Unternehmen den Anteil älterer Dienstnehmer im Branchendurchschnitt nicht, so ist es Aufgabe der jeweiligen Interessenvertretung der Dienstgeber, das betroffene Unternehmen dahingehend zu beraten, wie die Dienstgeberquote erhöht werden kann. 



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Wie sieht die weitere Vorgangsweise ab 2017 aus?

Für das Kalenderjahr 2017 wurden gesetzlich Zielwerte für die Beschäftigung älterer Personen zum 30. Juni 2017 festgelegt.

Diese lauten:

73,6% aller 55-59jährigen Männer

33,1% aller 60-64jährigen Männer

60,1% aller 55-59jähigen Frauen.

Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz hat die tatsächlichen Beschäftigungsquoten zum 30. Juni 2017 zu ermitteln und bis 31. Oktober 2017 gesetzlich kundzumachen.

Bei Unterschreiten eines oder mehrerer Zielwerte erhöht sich für Dienstgeber, deren Dienstgeberquote die Branchenquote (für den Zeitraum 1. Juli 2016 bis 30. Juni 2017) nicht erreicht, die Auflösungsabgabe gem. § 2b Abs. 1 AMPFG im darauffolgenden Kalenderjahr jeweils auf den doppelten Betrag.

Im Gegenzug erhalten Dienstgeber bei Unterschreiten eines oder mehrerer Zielwerte, deren Dienstgeberquote die Branchenquote (für den Zeitraum 1. Juli 2016 bis 30. Juni 2017) erreicht oder übersteigt eine Begünstigung dahingehend, als der Dienstgeberbeitrag zum FLAF im darauffolgenden Kalenderjahr nur 3,8 Prozent der Beitragsgrundlage beträgt. 


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Weitere Infos

Für weitere Informationen steht unsere Hotline unter der Servicenummer 050 / 124 3350 in der Zeit von Montag bis Freitag, 7 Uhr bis 17 Uhr gerne zur Verfügung.

Anfragen sind auch in elektronischer Form an sv-servicecenter@itsv.at möglich.