DRUCKEN

Behandlungspfad: Nicht-spezifischer Rückenschmerz auf Primärversorgungsebene


Bericht (gesamt):


Anhänge:


In einer, im Rahmen des österreichischen Gesundheitsberichts 2014 durchgeführten, Befragung von Personen im Alter von 15 Jahren oder älter wurden chronische Rückenschmerzen oder ein anderes chronisches Rückenleiden am häufigsten genannt. Bei 85% der Personen mit Rückenschmerzen können diese auf keine organische oder anatomische Pathologie zurückgeführt werden (nicht-spezifischer Rückenschmerz).

Ziel des Projektes war daher die Entwicklung eines strukturierten Behandlungspfads für Österreich zur Versorgung von Patienten mit nicht-spezifischem Rückenschmerz auf Primärversorgungsebene, basierend auf Empfehlungen aus aktuellen, thematisch relevanten, evidenzbasierten Leitlinien.

Es erfolgte eine systematische Recherche nach themenrelevanten, evidenzbasierten Leitlinien in drei übergeordneten Leitliniendatenbanken, bei zwei fachübergreifenden Leitlinienanbietern sowie in der bibliographischen Datenbank PubMed. Zusätzlich wurden die Referenzlisten der inkludierten Arbeiten sowie die Homepages relevanter Fachgesellschaften gesichtet.

Zur Entwicklung des Behandlungspfads wurden in erster Linie die auf den Leitlinien-Empfehlungen basierenden zusammenfassenden Kernaussagen herangezogen. Es konnte, basierend auf neun inkludierten Leitlinien, ein strukturierter Behandlungspfad nicht-spezifischer Rückenschmerz für Österreich entwickelt werden, welcher aus einem Algorithmus und einem Dokument mit korrespondierenden Infoboxen (mit detaillierten Empfehlungen zum Vorgehen) besteht.