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Vorrang für Ausbau der Kinder-Rehabilitation

Hauptverband der Sozialversicherungsträger und ÖGJK veranstalten zweites Vernetzungstreffen zur Kinder- und Jugendrehabilitation in Österreich


19. Oktober 2018


„In diesem Jahr ist im Bereich der Kinder- und Jugendrehabilitation viel weitergegangen. Drei Einrichtungen konnten bereits in Betrieb genommen werden, drei weitere folgen im kommenden Jahr. Schon jetzt werden damit alle Rehabilitationsindikationen in Österreich angeboten. Wir geben den Kindern und ihren Familien in unserem Land damit Hoffnung und Zuversicht - und das ist der schönste Lohn unserer gemeinsamen Kraftanstrengungen“, so Alexander Biach, Veranstalter des Vernetzungstreffens zur Kinder- und Jugendrehabilitation und Verbandsvorsitzender des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger.

 

Beim diesem Vernetzungstreffen sind Patientenanwaltschaft, niedergelassene Ärzte, Ärzte aus Krankenhäusern, Vertreter der Sozialversicherungen und Eltern zusammengekommen, um die Kinder- und Jugendrehabilitation in Österreich weiter auszubauen. Seit vergangenem Jahr wurden bereits drei Standorte in Betrieb genommen: Judendorf-Straßengel mit 31 Betten für mobilisierende Indikationen, Wildbad Einöd mit 28 Betten für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Pulmologie sowie 24 Betten für mental health. 

Beim Vernetzungstreffen konnte neben der Inbetriebnahme und dem Bau neuer Einrichtungen auf viele weitere Erfolge hingewiesen werden. So gibt es seit März 2018 eine vereinfachte Antragstellung für die Patienten und ihre Familien. Außerdem entfällt seit März 2018 die Zuzahlungspflicht für Personen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und Begleitpersonen im Allgemeinen sowie Sekundärpatienten im Rahmen einer familienorientierten Rehabilitation.

 

Derzeit befinden sich drei weitere Einrichtungen in Bau: Bad Erlach (114 Betten), Rohrbach (78 Betten) und Wiesing (39 Betten). „Die Umsetzung der Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen erfährt nach langer Zeit nun endlich den Vorrang, den sie verdient“, so die Veranstalter. Zu den angefallenen Protesten gegen den Bau der Reha-Einrichtung in Wiesing in Tirol betonte Biach: „Wenn es um die Gesundheit unserer Kinder und Jugendlichen geht, kenne ich keinen Kompromiss. Die Entscheidung für den Bau der Reha-Einrichtung in Wiesing in Tirol ist gefallen und sie ist eindeutig zu Gunsten unserer Kinder und Jugendlichen gefallen.“

 

Beim Vernetzungstreffen wurde betont, dass die konstruktiven Kräfte weiterhin gebündelt bleiben müssen. Ein besonderes Augenmerk soll zukünftig auf die Behandlung und Prävention psychischer Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen in Österreich gelegt werden. „Damit geben wir unseren Kindern eine faire Chance für ihr Leben“, so Biach. Auch auf die bereits gelungenen Erfolge ist man stolz. „Wir haben professionelle Kräfte gebündelt und konnten damit etwas Wunderbares erreichen: Kindern, Jugendlichen und ihren Familien Hoffnung geben“, so der Verbandsvorsitzende abschließend.

 

Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger ist das organisatorische Dach über der solidarischen Kranken-, Unfall-und Pensionsversicherung Österreichs. Die Sozialversicherung garantiert unabhängig von Alter, Einkommen, sozialer Herkunft und Bildung hochwertige Gesundheitsversorgung und eine sichere Pensionsvorsorge. Aktuell sind rund 8,7 Millionen Menschen (Versicherte und mitversicherte Angehörige)anspruchsberechtigt.