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Behandlungspfad Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) auf Primärversorgungsebene


Bericht (gesamt):

linkEndbericht Behandlungspfad COPD (3.4 MB)


Anhänge:

linkAnhang B Teil1 COPD Behandlungspfad (343.3 KB)

linkAnhang B Teil2 Infoboxen zu COPD Behandlungspfad (884.4 KB)


Bei der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) handelt es sich weltweit um die dritthäufigste Todesursache. Zur Häufigkeit von COPD in Österreich gibt es keine systematisch erhobenen Daten, eine epidemiologische Untersuchung in Salzburg im Jahr 2005 ergab jedoch eine Prävalenz von etwa 11 %. Die Behandlung der COPD richtet sich nach dem Erkrankungsgrad und reicht von nicht-medikamentösen Therapien, medikamentösen Therapien und Sauerstoffgabe bis zur Lungentransplantation. Zunehmend größere Bedeutung finden darüber hinaus auch pneumologische Rehabilitationsprogramme.

Ziel des vorliegenden Berichts war die Entwicklung eines strukturierten Behandlungspfads für die Primärversorgungsebene zur Therapie und Prävention der COPD in Österreich, basierend auf Empfehlungen aus aktuellen, thematisch relevanten, evidenzbasierten Leitlinien.

Die Betreuung von Patienten mit COPD erfordert immer eine Zusammenarbeit aller Versorgungsebenen (ambulant, stationär) und Einrichtungen. Die Hauptverantwortung für die Koordination der Betreuung sollte dabei im Bereich der Primärversorgung liegen. Die Behandlungsstrategien einer COPD umfassen immer medikamentöse Therapien ergänzt um geeignete nicht-medikamentöse Interventionen, hier vor allem Raucherentwöhnung bei Patienten mit COPD die rauchen. Grundsätzlich wird allen Patienten mit COPD die Teilnahme an einem 6- bis 12-wöchigen pneumologischen Rehabilitationsprogramm unter Anleitung eines Trainers/Therapeuten empfohlen. Patienten mit COPD und einer hohen Symptomlast, eingeschränkter körperlicher Leistungsfähigkeit oder hohem Exazerbationsrisiko, sowie Patienten nach einem stationären Aufenthalt aufgrund einer Exazerbation, sollen auf jeden Fall an einem pneumologischen Rehabilitationsprogramm teilnehmen. Die Wirksamkeit des pneumologischen Rehabilitationsprogramms sollte in Hinblick auf einen patientenrelevanten Nutzen regelmäßig evaluiert werden. Grundsätzlich sollten alle Patienten mit COPD auch außerhalb eines pneumologischen Rehabilitationsprogramms im Sinne eines gesunden Lebensstils zu regelmäßiger körperlicher Aktivität motiviert werden.

Der Behandlungspfad, bestehend aus einem Algorithmus sowie begleitenden Infoboxen, findet sich im Anhang B des Berichts.