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Ausgaben Gesundheitsförderung und Prävention

Studie Gesundheitsförderung

rund 89 Euro pro Kopf für die Bevölkerung für Gesundheitsförderung und Prävention ausgegeben werden?


Die tatsächliche Höhe der Ausgaben für Gesundheitsförderung und Prävention berechneten Autoren einer Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit und des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger auf Basis einer erstmaligen und umfangreichen Erhebung aller Aufwendungen des Bundes inkl. Fonds Gesundes Österreich, der Bundesländer, der Gemeinden und der Sozialversicherung.


Exklusive der sogenannten Tertiärprävention – dies umfasst die Ausgaben für Kuren und Rehabilitation – wurde für das Jahr 2012 eine Summe von rund 750 Mio. Euro errechnet. Pro Kopf der Bevölkerung sind dies rund 89 Euro.


Führend bei diesen Ausgaben ist die Sozialversicherung. Für sie errechneten die Studienautoren 543,6 Mio. Euro oder 72,5 Prozent aller Aufwendungen. Pro Kopf der Bevölkerung sind dies 64,5 Euro. Auf den Bund entfallen 119 Mio. Euro oder 15,9 Prozent, die Bundesländer 69,4 Mio. Euro oder 9,3 Prozent und die Gemeinden 17,5 Mio. Euro. oder 2,3 Prozent.

 

Zu den ausgabenstärksten Positionen, die die Studienautoren erhoben haben, zählten insgesamt die Vorsorgeuntersuchungen mit 91,2 Mio. Euro, die Zahngesundheit mit 83,5 Mio. Euro, der Mutter-Kind-Pass mit 56,5 Mio. Euro, die Prävention von Arbeitsunfällen und berufsbedingten Erkrankungen sowie das kostenfreie Kinderimpfprogramm..

Rechnet man die Ausgaben für Kuren und Rehabilitation (= Tertiärprävention), die zum überwiegenden Teil von der Sozialversicherung getragen werden, sprengten die Ausgaben für Gesundheitsförderung und Prävention bereits im Jahr 2012 die 2-Mrd-Euro-Grenze. Pro Kopf der Bevölkerung bedeutet dies dann einen Aufwand von 240 Euro und der Anteil der Sozialversicherung an diesem Aufwand steigt von 72,5 Prozent auf 87,1 Prozent.

Folgende Schwerpunkte konnte die Studie bei der Erhebung der Ausgaben feststellen:

 

  • Im Bereich der Gesundheitsförderung wurden für die Steigerung der Gesundheitskompetenz 13,3 Mio. Euro, für Schulaktivitäten 8,3 Mio. und die Gesunde Gemeinde 8,2 Mio. aufgewendet;
  • In der Primärprävention entfielen 166,8 Mio. Euro auf den Bereich Gesunde Lebensweise und Unfallprävention sowie die Suchterkrankungen 7 Mio. Euro;
  • Schwerpunkte in der Sekundarprävention bildeten die Vorsorgeuntersuchung mit 91,2 Mio. Euro, der Mutter-Kind-Pass mit 55,5 Mio. Euro und die Aufwendungen für die Schulärzte mit 24,4 Mio. Euro.
  • Im niedergelassenen Bereich wurden präventive Leistungen mit einem Aufwand von 261,9 Mio. Euro erbracht.